3:2-Auswärtssieg in Höchstadt, 100 Punkte geknackt. Deggendorf hat einmal mehr allen Grund zum Jubeln. Archivfoto: Roland Rappel
Als erstes Team im Süden hat der Deggendorfer SC die 100-Punkte-Marke geknackt. Memmingen bleibt den Niederbayern allerdings weiterhin auf den Fersen. Allen Insolvenz-Gerüchten zum Trotz haben die Heilbronner Falken in Füssen Moral bewiesen und einen 1:3-Rückstand noch in ein 3:3 gewandelt, verloren aber am Ende in der Verlängerung.
Ungewohnt knapp machte es der Deggendorfer SC bei den Höchstadt Alligators. Am Ende stand ein 3:2-Auswärtssieg für den Spitzenreiter auf der Anzeigentafel. Die Gäste aus Niederbayern führten bereits mit 2:0 und 3:1, Michail Guft-Sokolov verkürzte zweimal und hielt die Partie so bis zum Ende offen.
Deutlich wurde es dagegen für Deggendorfs ärgsten Verfolger Memmingen Indians. Die Indianer gewannen bei den Selber Wölfen mit 6:2. Bereits im ersten Drittel wurde der Grundstein dafür gelegt, 5:1 führten die Gäste nach 20 Minuten. Damit war die Messe gelesen, Selb kam nur noch zu einem weiteren Treffer im Mitteldrittel. Den Schlusspunkt setzte Felix Brassard im Schlussabschnitt. Jayden Schubert musste in der ansonsten fairen Partie mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen. Der 4:2-Sieg der Tölzer Löwen über den EC Peiting war ein hartes Stück Arbeit. Peiting ging zweimal in Führung, die Bad Tölz jeweils ausgleichen konnte. Erst ein Powerplay-Treffer im Schlussdrittel brachte die Löwen auf die Siegerstraße. Der Treffer zum 4:2-Endstand fiel drei Sekunden vor dem Ende ins leere Tor.
Einen durchaus überraschenden 4:3-Sieg nach Verlängerung feierte der EV Füssen gegen die Heilbronner Falken. Ein perfektes erstes Drittel mit einer 3:1-Führung der Hausherren und ein überragender Rihards Babulis waren der Grundstein für den Heimsieg. Heilbronn kam im Schlussabschnitt zwar zum 3:3-Ausgleich. In der Overtime dauerte es nur 14 Sekunden, ehe Simon Boyko den Füssener Siegtreffer erzielte. Mit 7:2 gewannen die Lindau Islanders deutlich gegen die onesto Tigers Bayreuth, die damit einen großen Schritt in Richtung direkte Playoff-Qualifikation machen konnten. Eetu Elo und Dominik Grafenthin zeichneten sich auf Lindauer Seite mit jeweils drei Punkten aus.
Ein Hin und Her war die Partie zwischen den Erding Gladiators und dem SC Riessersee. Am Ende blieben zwei Punkte beim 6:5-Sieg nach Overtime in der Weißbierstadt. Zunächst führte Garmisch, dann drehte Erding die Partie. Garmisch kam wieder ran, musste Erding allerdings wieder in Führung gehen lassen. 47 Sekunden vor dem Ende glich der SC Riessersee erneut aus. In der Overtime war es Erdings Elia Ostwald, der seinen Farben den zweiten Punkt sichern konnte. Ebenfalls in die Verlängerung mussten die Stuttgart Rebels gegen die Passau Black Hawks. Die Dreiflüssestädter führten nach dem ersten Drittel bereits mit 3:1. Stuttgart kam im weiteren Spielverlauf noch zum 3:3-Ausgleich. In der Overtime überstanden die Gäste zunächst eine Unterzahlsituation, Buster Larsson traf schließlich zum 4:3-Siegtreffer aus Passauer Sicht.
Roland Rappel