Die Saale Bulls Halle feierten in einem packenden Match einen 5:4-Overtime-Sieg über die Hannover Scorpions.
Foto: Hannes Kabel
Drittletzter Spieltag in der Oberliga-Nord-Hauptrunde 2025/26 – und die Aufteilung der Teilnehmer für die Zwischenrunden-Gruppen 1 und 2 steht bereits fest: Mit einem Overtime-Sieg über Spitzenreiter Hannover Scorpions sorgten die Saale Bulls Halle dafür, dass sie nicht mehr aus den Top Fünf zu verdrängen sind. Verfolger Leipzig hat trotz eines 5:3-Derbysiegs über Erfurt bereits sieben Punkte Rückstand bei nur noch zwei ausstehenden Spielen. So werden die Hannover Scorpions, die Tilburg Trappers, die Hannover Indians (die am Freitagabend vor über 4.100 Fans mit 2:1 gegen Tilburg gewannen) sowie Duisburg und eben Halle die Gruppe 1 der Zwischenrunde bilden, während die restlichen sechs Teams in der Gruppe 2 ab nächsten Sonntag um die übrigen drei Plätze fürs Playoff-Achtelfinale gegen die Süd-Teams kämpfen müssen.
Die Saale Bulls Halle feierten einen 5:4-Overtime-Sieg über die Hannover Scorpions. In einem Spiel mit gleich mehreren Wenden hatten letztlich die Hausherren das bessere Ende für sich. 1:0, 1:2, 3:4, 5:4 – so der Spielverlauf aus Sicht der Hallenser. Und der 4:4-Ausgleich fiel dabei erst in der 60. Spielminute durch Sebastian Christmann. In der Overtime war es schließlich Thomas Merl, der nach nur 71 Sekunden den Saale Bulls zwei Punkte sicherte und dem packenden Duell ein Ende setzte. Durch den Sieg über den Spitzenreiter machte Halle auch vorzeitig den Einzug in Gruppe eins der Zwischenrunde perfekt. Auch Platz vier nach der Hauptrunde ist bei zwei Punkten Rückstand noch im Bereich des Möglichen.
Dass die Partie Hannover Indians gegen die Tilburg Trappers ein wichtiges Spiel zwischen zwei der Top-Clubs der Nordstaffel ist, spiegelte sich auch im Spielverlauf wider: Nach einem disziplinierten ersten Drittel stand es 0:0. Erst ab Minute 25 brachten Brent Aubin und Alexander Roach die Indians auf das Scoreboard. Tilburg rückte mit dem Anschlusstreffer von Kobe Roth nochmal heran. Doch Hannover wusste die hauchdünne Führung über die Zeit zu bringen und gut zu verteidigen, sodass die Gastgeber das Duell für sich entschieden.
Schon nach rund einer Minute gab es den ersten bitteren Schock für die Herford Ice Dragons, als Marius Garten eine Matchstrafe wegen Check gegen den Kopf erhielt. Hamm nutzte dieses Powerplay gnadenlos und ging mit 2:0 in Front, ehe die Gäste die Führung auszugleichen wussten. Linus Wernerson Libäck brachte seine Eisbären wieder in Führung. Auf diese bauten die Hausherren auf: Thomas Zuravlev legte nach und natürlich Linus Wernerson Libäck mit seinem dritten Treffer des Abends zum 5:2 hatte das Schlusswort.
Die Füchse Duisburg überzeugten mit einem 3:1-Auswärtssieg an der Ostsee bei den Rostock Piranhas. Doppelpacker Luis Üffing führte das Team aus dem Westen zu drei Punkten in der Fremde. In einem fairen Ostderby zwischen Leipzig und Erfurt behielt vor gut 2.000 Zuschauern hingegen die Heimmannschaft die Oberhand. Fünf verschiedene Torschützen trugen zum Derbysieg der IceFighters bei. Die Aufholjagd der Black Dragons nach 1:5-Rückstand startete letztlich zu spät.
Lisa Taduschewski/Sebastian Groß