Mitch Marner (rechts) ist nach dem Sieg der Vegas Golden Knights in Toronto sichtlich erleichtert.
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Zwei Spieler-Fan-Interaktionen prägten das NHL-Geschehen in der Nacht auf Samstag. Bei Mitch Marners Rückkehr nach Toronto wurde der Spielmacher schon bei seinem ersten Wechsel im Trikot der Vegas Golden Knights mit lautstarken Buhrufen empfangen. Immerhin: In einer Werbepause wurden die Leistungen des Spielmachers in den vergangenen neun Jahren mit einem Video honoriert, da zollten dann auch die Fans der Maple Leafs ihren Respekt. Doch insgesamt dominierte in der Scotiabank Arena klar die Enttäuschung über den vieldiskutierten Abschied im Sommer. Vor der Partie riss Marners Mitspieler Keegan Kolesar einem Leafs-Fan sogar ein Trikot mit der Aufschrift „Sellout“ (jemand, der sich „verkauft“ hat/Anm. d. Aut.) aus der Hand. „Es war den ganzen Abend über sehr interessant. Es fühlte sich einfach seltsam und merkwürdig an“, sagte Marner nach der Partie. „Ich bin einfach froh, die zwei Punkte geholt zu haben. Und ja, jetzt, wo es vorbei ist, bin ich einfach nur erleichtert.“ Den Sieg tüteten die Golden Knights dank sechs geschossenen Toren ein. Marner blieb ohne Zähler, obwohl Torontos Torhüter Anthony Stolarz bei seinem ersten Einsatz seit dem 11. November 2025 von 30 Schüssen nur 25 parieren konnte (Fangquote 83,3 Prozent). Mit einem Empty-Net-Goal setzte Mark Stone den Schlusspunkt.
The boo's were LOUD for Marner's first puck touches 😳 pic.twitter.com/JDE57uHgYP
— B/R Open Ice (@BR_OpenIce) January 24, 2026
In Chicago ärgerte Tampas Stürmer Nikita Kucherov das Publikum. Nach seinem verwandelten Penalty nahm der russische Starstürmer den Zeigefinger vor die Lippen und forderte im Rahmen dieser Geste die 18.841 Besucher im United Center zur Ruhe auf. Zwar hielt Blackhawks-Stürmer Frank Nazar das Shootout danach am Leben, doch am Ende gewannen trotzdem die Bolts. Damit erreichte die Pointstreak der Mannschaft von Trainer Jon Cooper 15 Spiele – 14 davon gewann sie. In guter Form befinden sich aktuell auch die New Jersey Devils. Das 5:4 in Vancouver war der fünfte Sieg aus den letzten sechs Partien.
Philipp Grubauer machte bei Seattles Duell mit Anaheim 27 Paraden, damit konnte er den sechsten Ducks-Erfolg in Serie allerdings nicht verhindern – nach einer langen Durststrecke mit neun Niederlagen in Folge läuft das Team von Joel Quenneville plötzlich wieder heiß. Philadelphia feierte einen 7:3-Coup bei den Colorado Avalanche. Owen Tippett vollendete mit einem Shorthander seinen Hattrick und auch der in dieser Saison bislang eher enttäuschende Youngster Matvei Michkov überzeugte in Denver – mit zwei Toren und einer Vorlage.
Tim Heß