Duisburgs Michael Fomin trifft zur 5:4-Führung gegen die Hannover Scorpions, die Füchse bleiben im siebten Spiel in Folge ungeschlagen.
Foto: Dirk Unverferth
Am Sonntagabend stand in der Oberliga Nord der vorletzte Spieltag der Hauptrunde auf dem Plan. Die Hannover Indians gewannen auswärts mit 5:3 gegen Erfurt, Herne schlug zu Hause nach einem wilden Comeback die IceFighters Leipzig. Hamm und Halle demontierten Rostock und Herford förmlich – die Eisbären gewannen mit 8:1 gegen die Piranhas, die Saale Bulls schlugen die Ice Dragons auswärts mit 9:2. Die Füchse Duisburg feierten den siebten Erfolg in Serie und bezwangen Tabellenführer Hannover Scorpions mit 6:4.
Den Auftakt machten um 16:30 Uhr die TecArt Black Dragons Erfurt und die Hannover Indians. In einem zu Beginn sehr ausgeglichenen Spiel gingen die Hausherren in Führung, Hannover antwortete jedoch noch vor der ersten Drittelpause: Ryker Killins traf im Powerplay auf Vorlage von Ryan Gropp und Ryon Moser. Letzterer und Teamkollege Brent Aubin entwickelten sich im weiteren Verlauf der Partie zum Problem für die Black Dragons. Moser traf einmal selbst und assistierte noch einen weiteren Treffer, Brent Aubin steuerte zwei Treffer und eine Vorlage zum 5:3-Endstand aus Sicht der Indians bei. Die Niedersachsen liegen damit nun einem Spieltag vor Ende der Hauptrunde auf Rang zwei hinter dem Stadtrivalen, den Hannover Scorpions, und zwei Punkte vor Verfolger Tilburg.
Die Scorpions mussten dann rund zwei Stunden später zum Auswärtsspiel nach Duisburg. Die heimischen Füchse kamen, beflügelt von sechs Siegen in Serie, schnell in die Partie. Nach zwölf gespielten Minuten stand es bereits 3:0 für Duisburg. Doch nach dem kurzen Schock fing sich der Tabellenprimus im zweiten Spielabschnitt wieder, den Scorpions gelang innerhalb von sechs Minuten nach der ersten Pause der 3:3-Ausgleich. Die Füchse konterten die schnelle Aufholjagd der Hannoveraner in Person von Adam Kiedewicz zum 4:3, ließen vor der zweiten Pause noch eine Vier-gegen-drei-Überzahl ungenutzt. Nachdem die Scorpions im letzten Drittel nochmal zum Ausgleich kamen, zogen die Füchse mit zwei Treffern auf 6:4 davon, was gleichzeitig auch den Endstand und damit den siebten Duisburger Sieg in Serie markierte.
Zwei Machtdemonstrationen gab es unterdessen an zwei anderen NRW-Standorten: Die Hammer Eisbären schlugen die Rostock Piranhas vor heimischem Publikum mit 8:1, die Saale Bulls gewannen beim Tabellenletzten aus Herford mit 9:2. In Hamm war es der Abend der Wernerson-Libäck-Zwillinge: Pontus Wernerson Libäck war zweimal als Vorlagengeber präsent und traf dann auf Vorlage von Bruder Linus noch einmal selbst. Für die Eisbären war es der höchste Sieg in der laufenden Saison. In Herford kamen die heimischen Dragons unter die Räder. Acht verschiedene Spieler trafen beim 9:2-Sieg der Saale Bulls, einzig der Top-Scorer der Partie, Patrick Schmid, traf zweimal. Halle fuhr damit ligaweit den dritthöchsten Sieg der aktuellen Saison ein, für die Ice Dragons war es gleichzeitig die höchste ihrer 24 Niederlagen.
In Herne feierten die Miners nach einer verrückten Aufholjagd einen 6:4-Heimsieg gegen die IceFighters Leipzig. Bis fünf Minuten vor dem Ende der Partie führten die Gäste aus Sachsen noch mit 4:2. Doch der Herner EV, vor allem Miners-Top-Scorer Nick Ford, hatte sich noch nicht aufgegeben. Nach dem 3:4-Anschlusstreffer folgte dann nicht nur der Ausgleich, sondern 24 Sekunden später der Führungstreffer, ebenfalls durch Ford. Die IceFighters fanden auf dieses Blitz-Comeback keine Antwort mehr, Ford komplettierte per Empty-Net-Treffer zum 6:4 sogar noch seinen Hattrick.
Hanna Füller