Die Schweiz um Kapitänin Lara Stalder (weißes Trikot) punktete gegen Tschechien spät.
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Zweites Spiel, zweite Niederlage für die französische Nationalmannschaft beim olympischen Eishockeyturnier der Frauen am Freitag in Mailand. In der deutschen Gruppe B mussten sich die Französinnen einen Tag nach der 1:4-Niederlage gegen Italien knapp mit 2:3 gegen Japan geschlagen geben. Fast 40 Minuten fiel in diesem Duell vor knapp 3.500 Zuschauern in der Milano Rho Ice Hockey Arena gar kein Treffer – ehe Frankreich die erste japanische Führung innerhalb von nur 68 Sekunden ausgleichen konnte.
Spielentscheidend war dann der späte japanische Doppelschlag im Schlussdrittel in den Minuten 57 und 58. Makoto Ito und Suzuka Maeda sicherten den Japanerinnen – einen Tag vor dem Duell mit den deutschen Frauen am Samstagmittag – mit ihren beiden Treffern drei wichtige Punkte im Kampf um einen Viertelfinalplatz, während für Frankreich die Runde der besten Acht nach zwei Niederlagen aus zwei Spielen und vor den Härtetests gegen Schweden und Deutschland bereits in weite Ferne gerückt ist.
In der Gruppe A, aus der alle fünf Nationen für das Viertelfinale qualifiziert sind und in der Vorrunde lediglich die Setzliste ermitteln, gelang der Schweiz derweil zum Olympia-Auftakt ein spätes Comeback. In einem ausgeglichenen Duell gegen Tschechien mit vielen Chancen auf beiden Seiten egalisierten Alina Müller (50.) nach einer sehenswerten Powerplay-Kombination und Lara Christen (58.) dank eines Fehlers von Torhüterin Michaela Hesova in der Schlussphase einen zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand, ehe Ivana Wey in der achten Runde des gleichermaßen dramatischen Penalty-Schießens für die Entscheidung zugunsten der Schweizerinnen sorgte. Für die Tschechinnen stand damit die bereits zweite Niederlage nach dem erwartungsgemäßen 1:5 gegen die USA am Donnerstag.
Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichten Sebastian Groß und Stefan Wasmer