Die Hannover Indians konnten sich über den dritten Derbysieg vor heimischem Publikum in der laufenden Saison freuen.
Foto: Florian Petrow
Am Sonntagabend kam es in der Oberliga Nord zu einigen spannenden Duellen in der Zwischenrunde. Die Hannover Indians gewannen das Stadtderby mit 4:1 gegen die Scorpions. Rostock und Herne gewannen ihre Auswärtsspiele in Erfurt und Hamm mit 4:2 beziehungsweise 4:1. Die Tilburg Trappers zeigten sich auch beim 7:1-Sieg in Halle treffsicher. Die Herford Ice Dragons gewannen mit 5:2 gegen die IceFighters Leipzig und damit auch das vierte Spiel in Serie.
Für die Tilburg Trappers geht mit dem Auswärtsspiel in Halle ein erfolgreiches und torreiches Wochenende zu Ende. Nach ihrem 6:2-Sieg gegen die Hannover Indians überzeugte das Team von Danny Albrecht auch beim 7:1-Erfolg gegen die Saale Bulls auf ganzer Linie. Vor allem die zweite Reihe der Niederländer erwischte einen herausragenden Tag: Dani Bindels, Reno De Hondt und Max Hermens kamen zusammen auf zwölf Scorerpunkte und waren an fünf der sieben Trappers-Treffer direkt beteiligt. Tilburg verkleinerte durch das Sechs-Punkte-Wochenende den Abstand auf den Tabellenführer, die Hannover Scorpions.
Auch für Rostock und Herne gab es Erfolge in der Ferne: Die Piranhas gewannen mit 4:2 gegen die Black Dragons Erfurt, die Herne Miners gewannen mit 4:1 in Hamm. Piranhas-Stürmer Liam Fraser stellte die Erfurter Abwehr nicht nur als Torschütze, sondern auch als doppelter Vorlagengeber vor einige Probleme. Den letzten Tabellenplatz konnten die Piranhas allerdings vorerst noch nicht verlassen. In Hamm half den Herne Miners vor allem ein starkes zweites Drittel, ein doppelter Thomas Munichiello und Brad Snetsinger drehten den zwischenzeitlichen 0:1-Rückstand zu einem 3:1 aus Herner Sicht. Nach einer Spieldauer-Disziplinarstrafe für Hamms Tom Geischeimer im letzten Spielabschnitt schafften es die Hausherren nicht mehr, den Rückstand aus dem zweiten Drittel wieder aufzuholen.
Die Herford Ice Dragons konnten auch das vierte Spiel in Serie gewinnen. Gegen die Icefighters Leipzig gab es vor heimischem Publikum einen 5:3-Erfolg. Ice-Dragons-Stürmer Ryley Lindgren schnürrte beim Heimsieg einen Hattrick. Die Leipziger kamen zehn Sekunden vor Ende noch durch Darek Hejcman zum zwischenzeitlichen 3:4-Anschlusstreffer, doch nur sechs Sekunden später nutzte Herfords Yannis Walch das leerstehende IceFighters-Tor aus und machte mit dem 5:3 den Deckel auf die Partie.
Das Topspiel des Sonntagabends fand in Hannover statt. Die Indians luden ein zum Stadtderby gegen den Tabellenführer, die Hannover Scorpions. Die Hausherren erwischten, ganz zur Freude des eigenen Anhangs, einen herausragenden Start, William Jerry und Brent Aubin brachten die Indians in den ersten Spielminuten mit 2:0 in Führung. Die hitzige Stimmung des Derbys übertrug sich auch auf das Eis, das Spiel wirkte lange zerfahren und war geprägt von kleineren Nickligkeiten, auch eine handfeste Auseinandersetzung zwischen Scorpions-Angreifer Yannick Drews und Indians-Defender Julian Wäser war dabei. Für die Scorpions musste kurz nach der ersten Pause außerdem Fabian Gensicke den verletzten Leon Hümer im Tor ersetzen. Obwohl die Scorpions noch zum Anschlusstreffer kamen, fanden sie keinen wirklichen Zugriff mehr auf das Spiel. Für die Indians war es der dritte Derby-Heimsieg in der laufenden Saison.
Hanna Füller