Jiri Ehrenberger arbeitete in den höchsten deutschen Ligen, mit einigem Erfolg.
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Das deutsche Eishockey nimmt Abschied von Jiri Ehrenberger, der nach langer Krankheit im Alter von 70 Jahren am Mittwoch verstarb. Das berichtet der Deggendorfer SC, den er bis zu dieser Saison trainierte. Der gebürtige Tscheche hatte in der niederbayerischen Stadt seinen Lebensmittelpunkt und eine neue Heimat gefunden, der er auch während der Karriere als Übungsleiter in den höchsten deutschen Ligen verbunden geblieben war.
Mit Ehrenberger hat das deutsche Eishockey eine prägende Figur der vergangenen 40 Jahre verloren. Ehrenberger war zumeist von stillem Gemüt, er war ein Analytiker mit enormen Eishockeyverständnis und präzisen Vorstellungen. 2006/07, im Dienste der Krefeld Pinguine, wurde er als Trainer des Jahres ausgezeichnet, fünf Jahre später auch als bester Coach der DEL2. Wichtiger war ihm stets der Mannschaftserfolg. So holte er 2012 mit dem EV Landshut den DEL2-Titel, 2014 gewann er als Manager mit dem ERC Ingolstadt die Deutsche Meisterschaft.
Ehrenberger galt als maßgeblicher Nachwuchsförderer. Zahlreiche Nationalspieler verhalf er zum Sprung in die PENNY DEL, darunter beispielsweise Patrick Hager, Sinan Akdag und Fabio Wagner.