Finnland um Panthers-Stürmer Anton Lundell setzte sich am Freitagmittag mit 4:1 gegen William Nylander und Schweden durch.
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Die finnische Eishockey-Nationalmannschaft hat die 1:4-Auftaktpleite gegen die Slowakei am Donnerstag gut verdaut und sich mit einem 4:1-Sieg im Prestigeduell gegen Schweden im olympischen Eishockeyturnier von Mailand zurückgemeldet. Den Tre Kronor wurde ihr erneut schwacher Start in die Partie diesmal zum Verhängnis, das 0:2 nach 20 Minuten war letztendlich eine zu große Hypothek. Nach je zwei Spielen der Gruppe B haben nun sowohl Schweden als auch Finnland drei Punkte auf dem Konto – die Slowakei führt die Staffel mit der Maximalausbeute von sechs Zählern an, während Turniergastgeber Italien – verlor am Freitag knapp mit 2:3 gegen die Slowakei – noch bei null Punkten steht, sich jedoch zweimal sehr achtbar verkaufte.
Wie schon beim mühsamen 5:2-Sieg zum Turnierauftakt gegen Italien wirkte Schweden im ersten Drittel nicht wirklich wach. So fand ein Schuss von Nikolas Matinpalo (Ottawa) den Weg ins Gehäuse der Tre Kronor (8.) Und gegen den erneut recht unsicher wirkenden Filip Gustavsson im Tor der Skandinavier erhöhte Anton Lundell in der 16. Minute sogar auf 2:0. Der Treffer des zweifachen Stanley-Cup-Siegers mit Florida hielt auch dem Videobeweis stand – die durchaus knifflige Entscheidung der Referees fiel gegen einen hohen Stock des finnischen Angreifers aus. Erst ab dem zweiten Abschnitt wurde Schweden offensiv zwingender. Logische Folge war der Anschlusstreffer in Überzahl durch Buffalos Star-Verteidiger Rasmus Dahlin.
Als sich den Schweden in einer nun immer nickeliger werdenden Partie in der 33. Minute eine weitere Überzahlmöglichkeit eröffnete, ging der Schuss jedoch nach hinten los. Gleich drei unaufmerksame Powerplay-Spieler ließen Erik Haula, obwohl dieser an der Bande festgepinnt war, den Puck zu Joel Armia spielen. Der finnische Unterzahlspezialist der Los Angeles Kings ließ sich nicht zweimal bitten und setzte den Puck unter die Querlatte. Und so hatte das Team Suomi auch nach dem zweiten Drittel einen Zwei-Tore-Vorsprung auf seiner Seite. Im Schlussdrittel verteidigte Finnland mit viel Einsatz und Opferbereitschaft gegen nun durchaus anstürmende Schweden. Teilweise war auch das Glück auf der Seite von Team Suomi, als zum Beispiel die Scheibe wenige Zentimeter vor der Torlinie noch geklärt wurde. Doch alles in allem brachten die physisch agierenden Finnen ihren Vorsprung recht sicher über die Zeit und bauten diesen sogar in der Schlussminuten mit einem Empty-Net-Tor von Dallas-Star Mikko Rantanen noch auf den 4:1-Endstand aus.
Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichtet Sebastian Groß