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Freitag, 13. Februar 2026

Vor dem Viertelfinale der DEB-Frauen Ronja Hark über Olympia-Titelverteidiger Kanada: „Die kochen auch nur mit Wasser“

Trotz ungleicher Vorzeichen: Zuversichtlich und mit Vorfreude gehen die DEB-Frauen um Verteidigerin Ronja Hark am Samstag ins Viertelfinalduell mit Kanada.
Foto: City-Press

Nicht nur die deutschen Männer sind am Samstag in Mailand im Einsatz. Nein direkt im Anschluss an deren zweites Turnierspiel gegen Lettland findet das Viertelfinale der DEB-Frauen gegen Kanada statt (16:40 Uhr, live in der ARD und bei Eurosport). Beide Partien werden in der Milano Rho Ice Hockey Arena ausgetragen. Ein Hauch von Deutschland Cup also beim olympischen Eishockeyturnier in Mailand. Besonders wichtig aus deutscher Sicht war es, dem großen Goldfavoriten USA aus dem Weg zu gehen. Die US-Ladies fegten am Donnerstagabend bereits Deutschlands Gruppennachbarn Italien aus dem Turnier. „Jeder wollte Gruppenzweiter werden, um die bestmögliche Situation fürs Viertelfinale zu haben“, sagte DEB-Stürmerin Jule Schiefer schon nach dem 2:1-Sieg über Italien, durch den die deutsche Auswahl den US-Ladies aus dem Weg gingen. Die Amerikanerinnen waren in der Vorrunde die Übermannschaft des Frauenturniers und bezwangen auch Deutschlands Viertelfinalgegner Kanada mit 5:0. Und auch wenn Kanadas abschließendes Gruppenspiel am Donnerstag gegen Finnland mit 5:0 ein deutliches Ergebnis brachte, gab die Schussbilanz von nur 23:17 aus Sicht der Kanadierinnen durchaus wieder, dass die Partie relativ ausgeglichen war. 

Ganz sattelfest wirkte die kanadische Defensive also nicht – und so hofft die deutsche Auswahl unter anderem wieder auf die Extraklasse von Vorrunden-Top-Scorerin Laura Kluge; wie eben beim 2:1-Siegtreffer gegen Italien, auf den Schiefer so zurückblickt: „Ich weiß, wie gut sie im Eins-gegen-eins gegen die Torhüterinnen ist. Ich habe auch den Move schon kommen sehen, ein klassischer Laura-Kluge-Move eben.“ Gut getan hat auf jeden Fall die deutlich längere Pause, als sie der Gegner aus Kanada hatte. Vor allem, weil man dadurch auch mal für einen Tag komplett abschalten konnte, den Kopf freibekommen. „Ich glaube, nach so einer Gruppenphase und so vielen Spielen, ist es immer gut, mal einen Tag abzuschalten und sich vielleicht einfach mal nicht mit Eishockey zu beschäftigen“, so Ronja Hark. Stattdessen ging es am Mittwochabend in einer größeren Gruppe zum olympischen Eistanz-Wettbewerb. Ab Donnerstag lag der Fokus dann aber wieder voll auf der Vorbereitung für das Duell mit Kanada, zwei Trainingseinheiten konnten die DEB-Frauen vor ihrem K.o-Spiel noch absolvieren. 

Die deutsche Mannschaft ist mit dem Ziel ins Turnier gegangen, „so erfolgreich wie möglich zu sein“, meint Schiefer. Dass der Gegner am Samstag prinzipiell in einer anderen Liga spielt, ist allen bewusst. Dennoch überwiegt im deutschen Frauen-Team klar die Vorfreude auf das Duell mit dem Mutterland des Eishockeys. „Man ist jetzt vielleicht noch ein bisschen nervös, weil es in die K.o.-Phase geht. Aber ich glaube, wenn es dann wirklich losgeht, ist es einfach nur noch Vorfreude bei uns“, so Verteidigerin Hark. Unbekümmert wollen die DEB-Frauen ins Duell mit dem Olympia-Sieger von 2022 gehen. „Die kochen auch nur mit Wasser. Also mal schauen, was es für ein Spiel wird“, so Hark. „Wenn wir an uns glauben und einfach jede ihren Job macht, dann haben wir gute Chancen.“ Gute Chancen, das Spiel zumindest möglichst lange offen zu halten und damit den Druck auf die Kanadierinnen minütlich zu erhöhen.

Den Abschluss der Viertelfinalspiele des Frauenturniers in Mailand bildet am Samstagabend das Duell zwischen Finnland und der Schweiz (21:10 Uhr, live in der ARD und bei Eurosport). In der Gruppenphase setzte sich das finnische Team in diesem Vergleich mit 3:1 durch. Werden am Samstagabend die Karten neu gemischt? Chancen auf die Runde der besten vier Teams dürfen sich auf jeden Fall beide Mannschaften ausrechnen, auch in der Weltrangliste trennen die beiden Nationen nur zwei Plätze (Dritter gegen Fünfter).

Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichtet Sebastian Groß
 

Der Spielplan und die Gruppen des Frauen-Turniers (16 Einträge)

 

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Notizen

  • vor einer Stunde
  • Die Kölner Haie (1:2 n.V. gegen den SC Bern) und die Straubing Tigers (2:3 gegen Dynamo Pardubice) haben ihre Halbfinals beim Hockeytown Cup im tschechischen Pardubice verloren und treffen am Sonntag (14 Uhr, kostenpflichtiger Livestream unter hockeytowncup.cz) im Spiel um Platz drei aufeinander.
  • gestern
  • Weißwassers Stürmer Nikita Knaus verletzte sich bei seinem Einsatz für die U19-Nationalmannschaft und wird den Rest der Saison ausfallen.
  • vor 3 Tagen
  • Julian Wäser wird den Hannover Indians am Freitag im Oberliga-Nord-Spiel gegen die Füchse Duisburg fehlen. Der Verteidiger ist nach seiner zweiten Fünf-Minuten-Strafe wegen Fighting in dieser Saison automatisch gesperrt.
  • vor 5 Tagen
  • Lukas Gohlke vom EC Peiting wird für seinen Check gegen das Knie seines Gegenspielers im Spiel gegen Heilbronn am 1. Februar für drei Oberliga-Süd-Partien gesperrt. Dies teilte die Liga am Sonntag mit.
  • vor 7 Tagen
  • Verteidiger Pascal Widmann und Angreifer Philipp Nuss von der U20 der Bietigheim Steelers erhalten eine Förderlizenz für die Heilbronner Falken (Oberliga Süd) und können damit im weiteren Saisonverlauf für den Club zum Einsatz kommen.
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