Schwedens Lisa Johansson freut sich über Hanna Olssons Tor zum 1:0 im Viertelfinale gegen Tschechien, das richtungsweisend sein sollte.
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Die schwedische Frauen-Eishockeynationalmannschaft ist am Freitagnachmittag als erstes Team ins olympische Halbfinale eingezogen. Der souveräne Sieger der Vorrundengruppe B setzte sich im ersten von vier Viertelfinalduellen des Turniers in Mailand mit 2:0 gegen Tschechien durch und bewies dabei einmal mehr seine defensive Klasse. Torhüterin Ebba Svensson Träff wehrte alle 29 Schüsse auf ihr Gehäuse ab! Ein Powerplay-Treffer der Schwedinnen im zweiten Drittel und ein Empty-Net-Tor kurz vor Spielende besiegelten das Aus für Tschechiens Frauen, die bei den letzten Olympischen Spielen 2022 ebenfalls in der Runde der besten Acht scheiterten, damals mit 1:4 an den USA. Schweden hingegen nahm einfach den Schwung aus der Gruppenphase mit und steht damit erstmals seit 2014 in Sotchi wieder im Halbfinale.
Nach einem torlosen – und sehr ausgeglichenem – Anfangsdrittel übernahm der deutliche Sieger der Deutschland-Gruppe B in der 25. Minute die Führung. Gleich im ersten Powerplay des Nachmittags stellte Hanna Olsson, Teamkollegin und Kapitänin der deutschen Nationalspielerin Emily Nix bei Frölunda Göteborg, auf 1:0 für Schweden. Auch in der Folge blieb dieses spannende Duell jedoch sehr ausgeglichen. Keines der beiden Teams konnte ein echtes, spielerisches Übergewicht erlangen. Und so blieb es bis in die Schlussminuten der Partie beim knappen 1:0-Vorsprung der Skandinavierinnen.
Dieser wurde von den Schwedinnen nicht nur bis zuletzt aufopferungsvoll verteidigt, sondern letztlich auch noch ausgebaut: 25 Sekunden vor der Schlusssirene erlöste Hilda Svensson die zitternden blau-gelben Fans und schoss Schweden mit ihrem Treffer ins inzwischen verwaiste tschechische Gehäuse endgültig ins Halbfinale. Mit Tor und Vorlage war die erst 19-Jährige von der Ohio State University (NCAA) die spielentscheidende Akteurin in der Milano Rho Ice Hockey Arena.
Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichtet Sebastian Groß