Mit ihren Fans feierten die Lindau Islanders den direkten Playoff-Einzug nach dem 5:1-Sieg über Passau.
Foto: Bettina Ockert
In der Oberliga Süd bleibt es weiterhin ein Duell um die Hauptrundenmeisterschaft. Die beiden Topteams hielten sich schadlos. Das Führungsquartett, Heilbronn aus bekannten Gründen bereits herausgerechnet, besitzt bereits einen komfortablen Vorsprung auf die übrigen Teams der Liga. Diese befinden sich indes fast komplett noch im Rennen um die Playoff- respektive Pre-Playoff-Plätze. Damit ist für eine spannende Schlussphase der Saison gesorgt.
Höchstadt, eine Mannschaft mit Pre-Playoff-Hoffnungen, hatte das Team der Stunde aus Bad Tölz zu Gast. Die Löwen waren ohne Top-Reihe angereist. Damit fehlten den Oberbayern in diesem Match knapp 250 Scorerpunkte. Dennoch wurde es ein enges Spiel, das erst kurz vor Schluss entschieden wurde. Die Tölzer, wie immer gut organisiert, waren von den stark spielenden Gastgebern nur schwer zu überwinden. So hatte die HEC-Führung von Max Jelavic Mitte des ersten Abschnitts lange Bestand. Starke Goalies sowie mangelnde Effizienz bei durchaus vorhandenen Chancen waren der Grund. Höchstadt kam nach leichtem Übergewicht in Drittel eins und zwei vor allem zu Beginn des dritten Drittels stark unter Druck. Der folgerichtige Tölzer Ausgleich fünf Minuten vor Ende nach einem Abfälscher von Schönberger wurde jedoch kaum 30 Sekunden später mit der erneuten Führung beantwortet. Zwei Empty-Net-Tore der Alligators zum 4:1-Endstand besiegelten die erste Niederlage der Löwen nach vier Siegen in Serie. Höchstadt brachte sich damit in gute Position für des Rennen um die Pre-Playoffs.
Die direkten Playoffs erreicht haben die Lindau Islanders nach dem 5:1-Heimerfolg gegen Passau. Die Black Hawks spielten ein gutes Spiel, lediglich die Chancenverwertung verhinderte ein knapperes Ergebnis. Bei besonders stimmungsvoller Atmosphäre, getragen durch eine Lindauer Trommelkapelle, zeigte sich vor allem die vierte Reihe der Gastgeber in Spiellaune. Marvin Feigl schoss die Islanders nach schöner Vorarbeit von Marvin Wucher in Front und war nach dem Passauer Ausgleich im Mittelabschnitt für die erneute Führung der Lindauer verantwortlich. Nach dem Powerplay-Treffer von Eetu Elo gelang es den Blackhawks nicht mehr, zurückzukommen. Dennoch sind auch sie noch im Rennen um die direkte Playoff-Teilnahme dabei.
Der Deggendorfer EC bleibt nach dem 5:2-Erfolg gegen Stuttgart weiterhin Tabellenführer. Coach Casey Fratkin war mit dem soliden Spiel seines Teams zufrieden und lobte das Puckmanagement. Deggendorf ging schnell mit zwei Toren in Führung und ließ sich nicht mehr von der Siegesstraße abbringen. Dem DSC auf den Fersen blieben die Memmingen Indians nach einem 12:3-Kantersieg gegen schwache Riesserseer, die dennoch weiterhin Chancen auf einen Pre-Playoff-Platz haben. Genauso wie der EV Füssen, der nach dem wichtigen 4:2-Heimerfolg gegen Bayreuth den Abstand zu den Franken auf vier Punkte verkürzte und nun wieder ein wichtiges Wörtchen bei der Vergabe der Plätze mitreden kann, die ein Weiterspiel nach der Hauptrunde bedeuten. Mit dem knappen 5:4-Auswärtserfolg beim Schlusslicht aus Erding hat der EC Peiting nun die Pole Position beim Rennen um den letzten Platz Teilnahme Playoff-Platz. Die gebeutelten Heibronner Falken ließen mit einem 2:1Auswärtserfolg in Selb aufhorchen, der „Aderlass“ des Teams in Sachen Spielerabgängen tritt nun aber ein, acht Akteure verlassen den Club nach dem Spiel am Sonntag.
Roland Schuler