Mitten drin in der Schweizer Jubeltraube verschwindet Siegtorschütze Dean Kukan.
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Die Schweiz startete besser und kam zu den ersten Möglichkeiten, doch in Führung gingen die Tschechen. In der 16. Minute konnte J.J. Moser auf der rechten Seite an der Bande eine Scheibe nicht kontrollieren und prompt lag die Schweiz hinten. Martin Necas bediente bei einer Zwei-gegen-eins-Situation Filip Chlapik, der die Scheibe per Direktschuss im Tor unterbrachte. Im zweiten Drittel drückte die Schweiz auf den Ausgleich, brachte den Puck aber lange nicht am starken Lukas Dostal im tschechischen Tor vorbei. Mit etwas Glück fand das Team von Patrick Fischer dann doch ins Spiel zurück. Einer der vielen Vorstöße von Kapitän Roman Josi brachte den Erfolg. Der Verteidiger der Nashville Predators spielte die Scheibe zur Mitte, wo sie über den Schlittschuh des tschechischen Verteidiegers Radko Gudas den Weg ins Tor fand. Keine zwei Minuten später konnte die Schweiz im Powerplay agieren und es war einmal mehr Josi, der von der blauen Linie direkt abzog. Dostal wehrte nach vorn ab und Timo Meier profitierte. Der Stürmer der New Jersey Devils versenkte den Nachschuss im Netz.
Mit einer Führung im Rücken konnte die Schweiz also in den Schlussabschnitt gehen, diese hielt allerdings nur bis zur 47. Minute. Eine Reihe von Fehlern sorgte dafür, dass Radim Simek auf der linken Seite viel Freiraum vorfand. Er versenkte die Scheibe mit einem direkten Abschluss im Netz. Nur wenig später folgte allerdings die Reaktion der Schweiz. Wieder machten Josi und Moser Druck auf das tschechische Tor. Die Scheibe kam zu Pius Suter, der sie gekonnt in der linken, unteren Ecke versenkte. 3:26 Minuten vor Ende des Spiels traf Tschechien zum vermeintlichen Ausgleich, weil aber David Pasternak vor dem Treffer Genoni mit dem Ellenbogen an der Maske traf, wurde das Tor aufgrund einer Torhüterbehinderung nicht gegeben, obwohl die Szene sich außerhalb des Torraums ereignete. Zwei Minuten vor Ende des Spiels klappte es dann dennoch mit dem Ausgleich der Tschechen. Ein grandioser Pass quer durch die Box von Filip Hronek auf Martin Necas erwischte die Schweizer auf dem falschen Fuß und Necas versenkte die Scheibe direkt im Netz. Weil kein weiterer Treffer fiel, musste die Verlängerung entscheiden – erstmals in diesem Turnier.
Und in dieser kam die Schweiz als erstes zu einem Konter und nutzte diesen gleich zum Sieg. Dean Kukan konnte sich auf der linken Seite durchsetzen und versenkte die Scheibe mit einem ansatzlosen Schuss via Lattenunterkante im Gehäuse der Tschechen. Die Schweiz steht nach dem Overtime-Sieg gegen Tschechien bei fünf Punkten und wird die Gruppe A auf dem zweiten Platz beenden. Weil Finnland als Zweiter der Gruppe B jedoch sechs Punkte auf dem Konto hat, wird die Schweiz den Weg über die Viertelfinalqualifikation am Dienstag gehen müssen.
Maic Frieden