Kein Durchkommen gab es für die Miners vom Herner EV an Timon Bätge im Rostocker Gehäuse. Mit 3:0 setzen sich die Piranhas am Gysenberg durch und fuhren ihren vierten Sieg in der Zwischenrunde ein,
Foto: Dirk Unverferth
Mit einer Machtdemonstration unterstrichen die Hannover Scorpions ihre Ansprüche auf die Nord-Meisterschaft. In Gruppe 1 der Zwischenrunde siegten die Mellendorfer beim aktuellen Titelträger Tilburg deutlich mit 6:0 und bauten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze aus. Beim Kampf um den vierten Platz meldeten sich die Saale Bulls (5:2 gegen Duisburg) zurück, beim Duell um die verbleibenden Playoff-Plätze fuhren Leipzig (4:3 in Hamm, Herford (3:2 gegen Erfurt) und Rostock (3:0 in Herne) wichtige Zähler ein.
Durch einen 5:2-Heimsieg gegen den direkten Rivalen aus Duisburg melden sich die Saale Bulls beim Kampf um Platz vier, einhergehend mit dem Heimrecht, zurück. Im ersten Spiel nach der Freistellung von Head Coach Marko Raita war er der erste Erfolg in der Zwischenrunde für die Hallenser, die somit den Abstand auf die Füchse auf nur noch zwei Zähler verkürzten. Vor 2.146 Besuchern avancierte Patrick Schmid mit einem Tor und drei Vorlagen zum Mann des Abends gegen die Füchse, die aus gleich fünf Überzahlsituationen kein Kapital schlagen konnten, was der Partie eventuell eine Wendung hätte geben können. Somit blieb die Mannschaft von Frank Petrozza auch beim dritten Auftritt in Halle punktlos, während sich die Bulls unter Interims-Trainer Christian Hommel ihre ersten Zähler sicherten.
Sein erstes Shutout der Saison sicherte sich Scorpions-Keeper Fabian Gensicke beim Auswärtsduell der Niedersachsen in Tilburg. Mit einem deutlichen 6:0 fertigte der Spitzenreiter den amtierenden Nord-Meister ab und hat nun, bei noch sechs ausstehenden Partien, zehn Zähler Vorsprung auf die Niederländer. Bei einem nahezu ausgeglichenem Schussverhältnis (18:19) erwies sich das Team von Rico Rossi deutlich effizienter, nach jeweils drei Treffern im ersten sowie zweiten Drittel leuchte nach einer halben Stunde bereits der spätere Endstand auf der Anzeigetafel. Gleich sieben Spieler der Skorpione punkteten doppelt, darunter Rückkehrer Ralf Rinke und Verteidiger-Veteran Andy Reiss.
Auch die Rostocker Piranhas feierten einen gegentorlosen Auswärtssieg. Durch jeweils einen Treffer pro Drittel setzte sich die Mannschaft von Interims-Coach Marius Pöpel mit 3:0 am Herner Gysenberg gegen die Miners durch und sicherte sich die Punkte elf bis 13 (von 15) in der Zwischenrunde. Während Timo Bätge zum ersten Mal im Saisonverlauf seinen Kasten sauber hielt, blieb die Offensive der Miners zum vierten Mal ohne Torerfolg.
Das direkte Aufeinandertreffen der Tabellennachbarn Hamm und Leipzig entschieden die KSW IceFighters knapp mit 4:3 für sich. Bei den Eisbären gingen die Sachsen zunächst in Führung, ehe die Hausherren die Partie mit einem Doppelschlag binnen 73 Sekunden im mittleren Spielabschnitt drehen konnten. Das Momentum der Eisbären hielt lediglich 15 Sekunden, Leipzigs Aronsson stellte mit dem Ausgleich wieder alles auf Anfang. Im Schlussdrittel war es Chad Bassen, der nach je einem weiteren Treffer beider Teams schließlich in der 57. Minute den Schlusspunkt setzte und das Leipziger Sechs-Punkte-Wochenende perfekt machte.
Zum dritten Mal in Serie blieben die TecArt Black Dragon Erfurt ohne Zähler. Bei den Ice Dragons in Herford unterlagen die Thüringer mit 2:3, während die Ostwestfalen ihren vierten Sieg aus fünf Partien bejubeln konnten. Dabei erwischten die Gastgeber den perfekten Start, bereits nach 40 Sekunden brachte Jackson Pierson seine Farben in Führung. Sechs Zeigerumdrehungen später bereitete der US-Amerikaner den zweiten Treffer der Eisdrachen vor, in der 25. Minute steuerte der Angreifer mit seinem zweiten Tor des Abends das Game-Winning-Goal bei.
Mario Schoppa