Marc Michaelis, Kapitän der Adler Mannheim und bisher Mittelstürmer in der dritten deutschen Angriffsreihe.
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Marc Michaelis erklärt die Aufgaben für das deutsche Nationalteam vor der Olympia-Viertelfinalqualifikation gegen Frankreich am Dienstagmittag (12:10 Uhr, live in der ARD und bei Eurosport). Neben der nötigen Konstanz über 60 Minuten geht es dem Stürmer auch um ein konzentrierteres Defensivverhalten der deutschen Mannschaft.
Herr Michaelis, die Gruppenphase ist durch, wie fällt Ihr Fazit zu den drei Spielen aus?
Marc Michaelis: „Ein bisschen zu inkonstant. Wir haben viele gute Phasen, aber auch Phasen, in denen wir den Gegner unnötig ins Spiel kommen lassen. Ich hoffe, dass wir daraus lernen für die nächsten Spiele.“
Besonders die Niederlage gegen Lettland war nicht eingeplant. Weshalb hat man dieses Duell verloren?
Michaelis: „Die Tore, die Lettland geschossen hat, waren von uns ein Stück weit zu leicht hergegeben. Wir haben da einfach mitgeholfen, dass sie diese Top-Chancen hatten. Ich glaube, ein Sieg ist in diesem Turnier nie garantiert. Aber das waren alles Dinge, die wir selbst abschalten können.“
Es ist ja logisch, dass der Fokus hier beim Turnier auf den NHL-Spielern liegt und diese viel Eiszeit erhalten. Wie fühlt es sich für Sie und ihre Reihenkollegen in der dritten und vierten Formation an? Passt die Verteilung?
Michaelis: „Na gut, diese Frage ist natürlich einfacher zu beantworten, wenn Du die Spiele gewinnst. Du willst deinen Teil dazu beitragen. Klar, dass die NHL-Jungs die meiste Eiszeit bekommen. Wir müssen uns fügen und auch, wenn es nur ein kleiner Part ist, den dann dazu beitragen, dass wir vielleicht einen Unterschied machen. Gegen Lettland ist uns das nicht geglückt, aber unsere Zeit kommt noch.“
Im ersten K.-o.-Duell heißt der Gegner Frankreich. Eine lösbare Aufgabe?
Michaelis: „Auf jeden Fall, ja. Wenn wir zurück zu unserer Effizienz finden, die Tore schießen und den Franzosen absolut gar nichts an Chancen schenken. Wenn Sie Möglichkeiten bekommen, dann müssen sie sich schon selbst erarbeiten.“
Interview aus Mailand: Sebastian Groß