Kaufbeurens Verteidiger Jonny Tychonick überlistet Kassels Torhüter Philipp Maurer.
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Am 47. DEL2-Spieltag ließen die Top-Teams aus Krefeld (4:3 n.P. in Freiburg) und Kassel (2:5 gegen Kaufbeuren) überraschend Punkte gegen Kellerkinder liegen. Das Top-Vier-Duell zwischen Ravensburg und Rosenheim ging mit 3:2 nach Penalty-Schießen an die Starbulls. Dahinter behaupteten Bietigheim (7:4 gegen Crimmitschau) und Regensburg (4:3 n.P. gegen Weiden) ihre Top-Sechs-Positionen vor den ebenfalls siegreichen Lausitzer Füchsen (6:2 in Bad Nauheim). Landshut gewann in Düsseldorf mit 4:3 nach Verlängerung.
Die Bietigheim Steelers verschärften die Krise der Eispiraten Crimmitschau. Nach weniger als 22 Minuten führten die Hausherren bereits mit 3:0, ehe ein Powerplay-Doppelschlag binnen 38 Sekunden die Eispiraten zurück ins Match brachte. Dann zog Bietigheim wieder davon, doch Crimmitschau gab nie auf, kam nochmal auf 4:5 heran. Letztlich stand dennoch ein deutlicher 7:4-Erfolg des Aufsteigers auf der Anzeigetafel. Steelers-Stürmer Marek Racuk glänzte schon wie in der Vorwoche in Bad Nauheim mit einem Hattrick.
DEL2-Tor Nummer eins für Düsseldorfs Hirano-Ersatz Nick Baptiste. Dies verhalf der DEG dabei, vor über 9.000 Zuschauern gegen Landshut einen 0:2-Rückstand in ein 3:2 umzumünzen. Dennoch kassierten die Rot-Gelben die fünfte Niederlage aus den letzten sechs Spielen. Tor Immo glich für den EVL aus, in der Overtime gelang Stanislav Dietz das Game-Winning-Goal.
„Ryan, silence them all“. Mit dieser Botschaft empfingen die Fans des EC Bad Nauheim ihren umstrittenen Neuzugang Ryan Olsen – und der kraftvolle Stürmer lieferte mit einem Doppelpack auf dem Eis tatsächlich ab. Doch opportunistische Lausitzer Füchse crashten das Olsen-Debüt mit einem 6:2-Auswärtssieg. Dabei hatten die Roten Teufel besonders in den ersten 40 Minuten ein Chancenplus, zudem erzielten die Gäste zwei Tore erst in den letzten Sekunden. Die formstarken Füchse fixierten mit dem sechsten Dreier in Serie den vorzeitigen Klassenerhalt – und der Top-Sechs-Traum lebt weiter.
Der ESV Kaufbeuren überraschte – mit Neuzugang Travis Turnbull – mit einem 5:2-Sieg in Kassel. Verteidiger Jonny Tychonick brachte das Schlusslicht mit zwei Toren im ersten Drittel früh in eine gute Position, später landete auch Turnbull auf dem Scoreboard. Der Routinier war bei einer doppelten Überzahl, der unter anderem eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Kassels Top-Stürmer Tyler Benson vorausging, erfolgreich. Freiburg erkämpfte sich gegen Tabellenführer Krefeld einen Zähler. Die Faith-Auswahl gab zwar einen 2:0-Vorsprung aus der Hand, jubelte aber in der letzten Minute über das 3:3 durch Lynden McCallum. Nach torloser Verlängerung ging das Penalty-Schießen an die Pinguine.
Weidens neuer Trainer Alan Letang gab seinen Einstand beim Oberpfalz-Derby in Regensburg – und auch die Blue Devils freuten sich über einen Last-Minute-Ausgleich zum 3:3. Cedric Schiemenz rettete 59 Sekunden vor Schluss einen wichtigen Zähler im Kampf um den letzten Pre-Playoff-Platz, doch auch an der Donau siegte im Shootout der Favorit. Rosenheim festigte den dritten Tabellenplatz mit einem 3:2 nach Penalty-Schießen bei Verfolger Ravensburg. Für die Entscheidung sorgte Goalgetter Ville Järveläinen.
Tim Heß