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Samstag, 21. Februar 2026

Rantanen-Ausfall weggesteckt Nächste Olympia-Medaille für Finnland: Leijonat sichern sich mit 6:1 gegen die Slowakei Bronze

Starstürmer Sebastian Aho von den Carolina Hurricanes brachte Finnland mit dem 1:0 früh auf Kurs.
Foto: IMAGO/Imagn Images/Geoff Burke

Vier Jahre nach dem Triumph von Peking haben sich Finnlands Eishockey-Männer bei den Olympischen Winterspielen erneut eine Medaille gesichert. Im Bronzespiel gegen die körperlich nicht mehr auf allerhöchstem Niveau agierende Slowakei setzte sich das Team von Chefcoach Antti Pennanen am Samstagabend letztlich souverän, wenn auch am Ende um ein oder zwei Tore zu deutlich mit 6:1 durch. Bemerkenswert ist Rang drei für die Leijonat auch deshalb, weil sie in Mailand mit Aleksander Barkov (Kreuzband- und Innenbandverletzung) auf den wohl besten Zwei-Wege-Center der Welt verzichten mussten. 

Obwohl sie mit dem ebenfalls verletzten Mikko Rantanen gegen die Slowakei auch auf ihren Top-Scorer des Turniers verzichten mussten, bestimmten die Finnen das Auftaktdrittel – und Sebastian Aho staubte nach einem Schuss von der blauen Linie früh zum verdienten 1:0 ab (8.). Auf der anderen Seite brannte in den ersten 20 Minuten nicht viel an. Bezeichnenderweise war die beste slowakische Chance im ersten Abschnitt ein Zufallsprodukt nach einem finnischen Schnitzer im Spielaufbau, die Direktabnahme des freistehenden Pavol Regenda ging trotz bester Abschlussposition aber am Gehäuse von Keeper Juuse Saros vorbei (13.).

Die Statistik zum Spiel (1 Einträge)

 

 

Die Slowakei kam erst im zweiten Durchgang besser in die Partie – und kassierte mitten hinein in ihre Leistungssteigerung das 0:2. Beim Schlenzer von Erik Haula vom rechten Bullykreis sorgte Eeli Tolvanen zwar für Verkehr vor dem slowakischen Tor, Samuel Hlavaj machte bei dem Schuss in die kurze Ecke dennoch keine gute Figur (29.). Im weiteren Verlauf des Mitteldrittels verhinderte der slowakische Schlussmann indes bei mehreren Umschaltaktionen mit starken Paraden den dritten Gegentreffer, während seine Vorderleute zwar in den zweiten 20 Minuten viele Pucks auf Saros brachten, die Abschlüsse jedoch häufig zu überhastet oder unplatziert gerieten. Erst 30 Sekunden vor der Pause brachte eine tief gespielte und glücklich von der Bande zurückgesprungene Scheibe die Slowaken zurück in das Match. Kapitän Tomas Tatar schaltete schnell und verkürzte per Rückhandschuss allein vor Saros zum 1:2.

Zwei Powerplays ließen das Momentum im Schlussabschnitt indes schnell zurück zu den Finnen wandern. Und nachdem Oliver Kapanen zunächst noch am Gestänge gescheitert war, war es Roope Hintz, der einen Schuss von Verteidiger Miro Heiskanen unhaltbar für Hlavaj zum 3:1 abfälschte (49.). Nur 42 Sekunden später agierte der slowakische Goalie gleichwohl beim 1:4 erneut unglücklich, beim Schuss von Kaapo Kakko in die lange Ecke stimmte Hlavajs Stellungsspiel nicht. Mit dem Doppelschlag war das Duell um Bronze entschieden. Bei den Slowaken war nun trotz frühzeitig gezogenem Keeper kein Glaube mehr an ein Wunder zu spüren, während die Finnen sichtbar Spaß am Eishockey hatten und durch Empty-Net-Goals von Joel Armia (56.) sowie Haula (59.) noch auf 6:1 erhöhten. 

Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichtet Stefan Wasmer


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Notizen

  • vor einer Stunde
  • Zach Senyshyn, dessen Vertrag bei den Schwenninger Wild Wings vor einem knappen Monat aufgelöst wurde, stürmt nun für Vlci Zilina (Slowakei).
  • gestern
  • Zwei DEL-interne Testspiele bot der Freitag: Die Grizzlys Wolfsburg schlugen die Eisbären Berlin mit 5:3. Die Fischtown Pinguins Bremerhaven besiegten die Iserlohn Roosters mit 5:2. Heute steht um 17 Uhr die Partie Langnau (Schweiz) gegen die Adler Mannheim auf dem Testprogramm.
  • gestern
  • Niederlagen für DEL-Clubs gab es am Donnerstag bei zwei Testspielen. Mannheim unterlag beim Letzten der Schweizer National League Ajoie mit 2:3 (Tore: Reichel und O’Donnell), Schlusslicht Dresden verlor in Tschechien beim Tabellenvierten Liberec mit 1:3 (Tor: Chartier).
  • vor 2 Tagen
  • Verteidiger Moritz Kukuk fällt der Düsseldorfer EG (DEL2) für voraussichtlich drei Wochen aus. Der 20-Jährige hatte sich bei einem Schussblock im Bauchbereich verletzt.
  • vor 2 Tagen
  • Mehr Fans bei den Heimspielen der Dresdner Eislöwen: Anstatt bislang 4.412 dürfen künftig 4.576 Besucher in die Joynext Arena. Gutachten und eine Überprüfung des Brandschutzkonzepts sorgten für Grünes Licht.
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