Anzeige
Samstag, 21. Februar 2026

Finaltag in Mailand USA wollen WM-Titel 2025 bei Olympia 2026 vergolden – Kanada hofft auf Crosby-Comeback

Matthew Tkachuk (rechts) gegen Brandon Hagel: Beim 4 Nations Face-off vor einem Jahr war das Duell Kanada gegen die USA enorm intensiv – ähnliches ist am Sonntag in Mailand zu erwarten.
Foto: IMAGO / ZUMA Press

„Es ist das Duell, das sich alle gewünscht haben. Beide Teams werden alles auf dem Eis lassen“, prophezeite Kanadas Angreifer Tom Wilson vor dem Finalspiel am Sonntagnachmittag bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand zwischen den beiden Turnierfavoriten Kanada und den USA (Spielbeginn 14:10 Uhr, live im ZDF und bei Eurosport). Vor einem Jahr gewann Kanada das Endspiel des 4 Nations Face-Off in Boston mit 3:2 in der Overtime – nun bietet sich schon ein Jahr später dem US-Team die Chance zur Revanche. Einer noch aussagekräftigeren, als es bereits der Weltmeistertitel 2025 in Stockholm ohne die Besten der Besten war. „Das Turnier letztes Jahr hat allen gezeigt, wie schön dieser Sport ist und wie intensiv er sein kann“, blickt Kanadas Coach Jon Cooper zurück – und schlägt den Bogen zum Rematch am Sonntag: „Wenn das die Vorspeise war, kommt nun der Hauptgang.“ Connor McDavid, Siegtorschütze im Finale vor einem Jahr, stellt derweil auch bei Olympia 2026 Rekorde auf: In den ersten fünf Partien des Eishockeyturniers in Mailand kam der Edmonton-Oilers-Star auf zwei Tore und elf Vorlagen – ein neuer Rekord für ein olympisches Turnier mit NHL-Beteiligung. Er löste die beiden Finnen Saku Koivu und Teemu Selänne (jeweils elf Punkte im Jahr 2006 in Turin) als Spitzenreiter ab.

Noch größer als für die USA ist das olympische Finale für das Mutterland des Eishockeys: Kanada. „Wir wissen, dass zu Hause 40 Millionen Menschen auf den Kanten ihrer Stühle sitzen und darauf warten, dass es losgeht“, so Cooper. In den letzten sieben Turnieren mit allen NHL-Stars ging Kanada sechsmal als Sieger vom Eis: 2002 mit Olympia-Gold in Salt Lake City, 2004 beim World Cup of Hockey, 2010 bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver, 2014 im russischen Sotchi, 2016 beim World Cup of Hockey und im vergangenen Jahr beim 4 Nations Face-Off. Einzig bei Olympia 2006, als Schweden in Turin Gold holte, war man nicht erfolgreich. US-Star-Verteidiger Quinn Hughes sagte vor dem Endspiel in Mailand: „Wenn man hier gewinnen will, muss man sich gegen die Besten durchsetzen. Wir haben diese Möglichkeit und werden versuchen, sie zu schlagen.“

Kanadas Kapitän Sidney Crosby, der beim 3:2-Halbfinalkrimi gegen Finnland am Freitag aufgrund einer Unterkörperverletzung zum Zuschauen verdammt gewesen war, trainierte am Samstag wieder mit seiner Mannschaft. Während Defender Josh Morrissey, der bereits seit seiner Verletzung am 12. Februar gegen Tschechien ausfiel, auch für das Finale nicht fit wird, könnte der 38-jährige Leader im kanadischen Team am Sonntag beim Gipfeltreffen mit den USA wieder eine Option sein. Kanadas Coach Cooper sagte vor dem Endspiel am Sonntag, dass Crosby nicht auflaufen werde, wenn er dem Team nicht helfen könnte. Teamkollege Nick Suzuki meinte über Crosbys Training am Samstag: „Es sah auf dem Eis sehr gut aus. Darum hoffe ich, dass er spielen wird. Jeder schaut zu ihm auf. Deshalb wäre es klasse, wenn er auflaufen könnte.“ Kehrt Crosby, der bereits 2010 und 2014 mit den Kanadiern zu Gold stürmte, also am Sonntag zurück? Gut möglich!

Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichtet Sebastian Groß
 

Die K.-o.-Phase im Überblick (5 Einträge)

 

Anzeige
Anzeige

Notizen

  • vor einer Stunde
  • Zach Senyshyn, dessen Vertrag bei den Schwenninger Wild Wings vor einem knappen Monat aufgelöst wurde, stürmt nun für Vlci Zilina (Slowakei).
  • gestern
  • Zwei DEL-interne Testspiele bot der Freitag: Die Grizzlys Wolfsburg schlugen die Eisbären Berlin mit 5:3. Die Fischtown Pinguins Bremerhaven besiegten die Iserlohn Roosters mit 5:2. Heute steht um 17 Uhr die Partie Langnau (Schweiz) gegen die Adler Mannheim auf dem Testprogramm.
  • gestern
  • Niederlagen für DEL-Clubs gab es am Donnerstag bei zwei Testspielen. Mannheim unterlag beim Letzten der Schweizer National League Ajoie mit 2:3 (Tore: Reichel und O’Donnell), Schlusslicht Dresden verlor in Tschechien beim Tabellenvierten Liberec mit 1:3 (Tor: Chartier).
  • vor 2 Tagen
  • Verteidiger Moritz Kukuk fällt der Düsseldorfer EG (DEL2) für voraussichtlich drei Wochen aus. Der 20-Jährige hatte sich bei einem Schussblock im Bauchbereich verletzt.
  • vor 2 Tagen
  • Mehr Fans bei den Heimspielen der Dresdner Eislöwen: Anstatt bislang 4.412 dürfen künftig 4.576 Besucher in die Joynext Arena. Gutachten und eine Überprüfung des Brandschutzkonzepts sorgten für Grünes Licht.
Anzeige

Die Eishockey NEWS-App

Lesen Sie jetzt alles über die schnellste Mannschaftssportart der Welt auf Ihrem Tablet oder Smartphone. Alle deutschen Ligen, die NHL und die europäischen Clubs finden Sie auf einen Klick. Mit allen Artikeln und Bildern.