Scorpions-Stürmer Pascal Aquin rettete die Hannoveraner mit seinem Treffer zum 3:3 zwei Sekunden vor Schluss in die Verlängerung.
Foto: Dirk Unverferth
In der Zwischenrunde der Oberliga Nord geht es in die heiße Phase, denn nach den Spielen am Sonntagabend stehen nur noch drei weitere Spieltage vor dem Start der Playoffs an. Die Icefighters Leipzig lieferten sich vor heimischem Publikum einen wahren Schlagabtausch mit den Herford Ice Dragons, welchen die Gäste in der Overtime mit 6:5 für sich entscheiden konnten. Der Herner EV feierte einen Last-Minute-Heimsieg gegen die Hammer Eisbären, die Hannover Scorpions schlugen die Füchse Duisburg mit 4:3 in der Overtime. Die Indians mussten unterdessen eine 4:7-Heimniederlage gegen Tilburg hinnehmen.
Ganze elf Treffer gab es für die Zuschauer im anona ICEDOME Leipzig zu sehen. Dabei waren es erst die Gäste aus Herford, welche sich vor dem Icefighters Tor erfolgreich zeigten. Doch die Leipziger kämpften sich zurück ins Spiel und das nicht nur einmal. Die Ice Dragons gingen insgesamt dreimal in der Partie in Führung, immer fand man aus Leipziger Sicht eine Antwort. Da nach Ablauf der regulären Spielzeit kein Sieger ermittelt werden konnte, ging es beim Stand von 5:5 in die Verlängerung. Dort war es dann Ryley Lindgren, der mit seinem zweiten Treffer des Abends eine Herforder Überzahl zum 6:5-Siegtreffer für die Ice Dragons nutzte. Lindgren führt die Scorer-Liste der Zwischenrunde an und kann eine herausragende Torbilanz von zehn Treffern in sieben Spielen vorweisen. Die Ice Dragons bewahren sich durch den Erfolg eine realistische Chance auf einen Playoff-Platz.
Dem Herner EV gelang im Kampf um das Playoff-Ticket ein Last-Minute-Heimsieg gegen die Hammer Eisbären. Die Partie begann gut für die Miners, in der siebten Spielminute gingen die Hausherren durch einen Doppelschlag von Marius Dämmer und Matteo Stöhr mit 2:0 in Führung. Doch die Gäste antworteten im zweiten Spielabschnitt, verkürzten auf 2:3 aus ihrer Sicht nachdem Nick Ford zwischenzeitlich den dritten Herner Treffer erzielt hatte. 39 Sekunden nach Beginn des letzten Spielabschnitts war es dann Hamms Adam Berg, der die Partie ausglich. Lange stellte man sich danach auf eine Overtime ein, doch Hugo Enock hatte etwas dagegen und nutzte vier Sekunden vor Ende der Partie eine 5-gegen-3-Überzahl zum Lucky Punch für die Miners. Der Herner EV sammelte damit ebenfalls Big Points im Kampf um die Playoffs.
Knapp war es auch in Duisburg, wo sich die Füchse in der Overtime dem aktuellen Tabellenführer, den Hannover Scorpions, mit 4:3 geschlagen geben mussten. Bis zur letzten Minute der regulären Spielzeit standen noch alle Zeichen auf Heimsieg, bis der aktuelle Top-Torschütze der Zwischenrunde Gruppe 1, Pascal Aquin, den Last-Minute-Ausgleich für die Scorpions besorgte. In der Overtime nutzte dann Arturs Krumnisch eine Breakaway-Möglichkeit und machte das Comeback der Scorpions perfekt.
Es war ein gebrauchtes Wochenende für die Hannover Indians. Nach der 0:4-Derbyniederlage am Freitag schickte sich das Team von Igor Back an, den Abstand auf den aktuellen Tabellenzweiten der Zwischenrunde 1, die Tilburg Trappers, zu verkürzen. Lange war die Partie ausgeglichen, ein Spiel auf Augenhöhe. Doch dann änderten vier Minuten alles. Zwischen der 41. und der 45. Spielminute trafen die Gäste viermal, machten aus einem 1:2-Rückstand eine 5:2-Führung. Die Indians antworteten nur eine Minute später durch Ryan Gropp und Nolan Ritchie, mussten dann allerdings den nächsten Rückschlag hinnehmen: Reno de Hondt stellte mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 6:4 aus Sicht der Niederländer. Den Schlusspunkt setzte dann Tilburgs Danny Stempher, der ebenfalls mit seinem zweiten Treffer den 7:4-Sieg der Trappers besiegelte. Diese bauen damit ihren Abstand auf die Hannover Indians weiter aus.
Es war der Abend der knappen Spiele, denn auch in Rostock stand auch 60 Minuten kein Sieger fest. In einem ausgeglichenen Spiel schoss Filip Stopinski 92 Sekunden vor Schluss seine Piranhas durch seinen Treffer zum 3:3 in die Verlängerung. Dort ließen diese eine Überzahlsituation mit mehreren guten Chancen ungenutzt. Im Penaltyschießen war der entscheidende Mann dann Miro Markkula, der als einziger der sechs angetretenen Schützen verwandelte und damit für den Auswärtssieg der Black Dragons sorgte. Im Kampf um den achten Platz liegen nun sowohl Rostock als auch Erfurt einen Punkt hinter dem Playoff-Platz.
Hanna Füller