Die Straubing Tigers haben einen Auswärtssieg bei den Eisbären Berlin eingefahren.
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Der sportliche Abstieg der Dresdner Eislöwen aus der Ersten Liga ist seit Mittwochabend auch rechnerisch besiegelt. Am 45. Spieltag der PENNY DEL kassierte Dresden eine deutliche 2:7-Klatsche bei den Kölner Haien. Da die Löwen Frankfurt parallel mit 4:1 gegen Bremerhaven gewannen, sind die Eislöwen nicht mehr zu retten. Außerdem gewann der EHC Red Bull München das Spitzenspiel gegen den ERC Ingolstadt mit 4:0 und die Adler Mannheim machten nach der Banner-Zeremonie für Ex-Kapitän Denis Reul trotz einer 3:4-Niederlage nach Overtime gegen Augsburg die Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale perfekt. Siege fuhren darüber hinaus die Iserlohn Roosters (4:1 in Nürnberg), die Straubing Tigers (3:2 in Berlin) und die Schwenninger Wild Wings (4:2 in Wolfsburg) ein.
Sollte es einen Aufsteiger aus der DEL2 geben, wäre das Abenteuer PENNY DEL für die Dresdner Eislöwen nach nur einem Jahr wieder beendet. Bei den Kölner Haien unterlag Dresden mit 2:7. Bereits nach 24 Minuten führte der Spitzenreiter mit 4:0. Ricardo Hendreschke brachte die Eislöwen zwar etwas heran, mit drei schnellen Toren vor der zweiten Drittelpause schraubte Köln das Ergebnis aber auf 7:1 in die Höhe. Im letzten Drittel sorgte Trevor Parkes mit dem 2:7 für den einzigen Treffer. Jubel gab es dagegen in Frankfurt: Durch Tore von Ty Glover, Linus Fröberg, Daniel Pfaffengut in Unterzahl und Maksim Matushkin gewannen die Löwen mit 4:1 gegen Bremerhaven, haben den Klassenerhalt damit auch rechnerisch geschafft.
Skurril verlief das Spitzenspiel zwischen dem EHC Red Bull München und dem ERC Ingolstadt. Bis sechs Minuten vor dem Ende mussten die 10.796 Zuschauer auf das erste Tor warten, ehe Gabriel Fontaine München mit dem 1:0 erlöste. Markus Eisenschmid und Patrick Hager mit Treffern ins leere Ingolstädter Tor erhöhten, Jeremy McKenna legte in der Schlussminute sogar noch das 4:0 nach. Einen wichtigen Sieg im Kampf um die vorderen Playoff-Plätze haben auch die Straubing Tigers eingefahren. Bei den Eisbären Berlin drehte Straubing das Spiel nach einem Rückstand durch einen Doppelpack von Marcel Brandt, Ryan Merkley legte mit seinem ersten DEL-Tor sogar noch das 3:1 in einem starken zweiten Abschnitt der Gäste nach. Für Berlin reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch Andreas Eder. Straubing zieht dadurch an Ingolstadt vorbei auf Rang vier.
Trotz einer 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen die Augsburger Panther ist den Adlern Mannheim die Teilnahme am Playoff-Viertelfinale nicht mehr zu nehmen. Zach Solow und Alexander Ehl hatten Mannheim in Führung gebracht, David Farrance gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für die Panther. Im zweiten Drittel stellte TJ Trevelyan auf 2:2, im letzten Drittel brachte Marc Michaelis die Adler wieder nach vorne. Zwei Minuten vor Schluss rettete Kyle Mayhew Augsburg in die Verlängerung, dort sorgte Cody Kunyk nach nur 24 Sekunden für die Entscheidung zugunsten der Gäste. Vor dem Spiel hatten die Adler die Nummer 29 ihres ehemaligen Kapitäns und Dauerbrenners Denis Reul unters Dach der SAP Arena gezogen – passenderweise gegen dessen letzten Club Augsburg.
Die Panther rückten durch den Erfolg in Mannheim in der Tabelle auf drei Punkte an die Nürnberg Ice Tigers und Rang zehn heran. Denn Nürnberg musste eine, in dieser Höhe überraschende, 1:4-Pleite gegen die Iserlohn Roosters einstecken. Lua Niehuis sorgte im ersten Drittel für die Führung der Sauerländer. Trotz eines starken Nürnberger Starts im zweiten Durchgang waren es aber erneut die Roosters, die erfolgreich waren. Binnen sechs Minuten stellten Eric Cornel, Macoy Erkamps und Matias Lassen auf 4:0. Mehr als der Ehrentreffer durch Cole Maier kurz vor der zweiten Drittelpause war für Nürnberg nicht mehr drin.
Im engen Rennen um die Plätze in der 1. Playoff-Runde ist den Schwenninger Wild Wings derweil ein Sieg im direkten Duell bei den Grizzlys Wolfsburg gelungen. Durch Tore von Alexander Karachun, einen Shorthander von Phil Hungerecker und einen Treffer von Danny O´Regan führte Schwenningen schon zu Beginn des Schlussabschnitts mit 3:0, Wolfsburg kam jedoch durch Spencer Machacek und Matt Choupani wieder heran. Die Grizzlys drängten auf den Ausgleich, stattdessen sorgte Felix Scheel zwei Sekunden vor dem Ende mit einem Treffer ins leere Wolfsburger Tor für die Entscheidung.
Julia Kaiser