Für die Blue Devils Weiden wird das Duell gegen die Düsseldorfer EG richtungsweisend für die nächste Saisonphase.
Foto: Elke Englmaier
Für die Blue Devils Weiden (13.) würden im Falle einer Niederlage gegen Düsseldorf am Freitag und einem Sieg der Crimmitschauer die Lichter ausgehen, was das Herauskommen aus der Playdown-Zone betrifft. Dafür und auch im Hinblick auf die nächste Saisonphase möchte Head Coach Alan Letang ein wenig am Spielstil feilen: „Vielleicht können wir im Powerplay etwas optimieren, eher ins Zentrum, mehr Rebounds, mehr Verkehr vor dem Tor. Außerdem brauchen wir mehr Tempo durch die neutrale Zone.“ Weidens Gegner Düsseldorf hat derweil den Vertrag mit Cheftrainer Harry Lange verlängert.
Mit nur zwei Punkten Rückstand auf Platz vier – und damit zur Heimrechtzone im Viertelfinale – gehen die Bietigheim Steelers mit einer aussichtsreichen Lage in den 49. DEL2-Spieltag. Die Ellentaler duellieren sich mit dem EV Landshut (9.). Bislang gewannen die Schwaben jede Partie gegen das Team von Cheftrainer Uwe Krupp. Die Zeichen stehen also gut, das vierte Mal Punkte aus der Begegnung mitzunehmen – außerdem wäre das der sechste Sieg in Serie für den Schlittschuhclub. So rosig sieht es beim EVL nicht aus, vielmehr ist die Lage angespannt. Am Dienstagabend fand bei den Niederbayern ein Fantreffen an – bei dem die Anhänger ihren Unmut kundtaten. „Man kann verlieren, aber man sah da kein Aufbäumen, Kratzen oder Beißen“, sagte ein Fan, wie die Landshuter Zeitung berichtet. Und auch Uwe Krupp erklärte, dass er „maximal enttäuscht mit dieser Saison“ ist.
Derweil möchte Ravensburg (4.) seinen Tabellenplatz verteidigen. Die Towerstars haben die Eispiraten Crimmitschau (10.) zu Gast, die in der Pre-Playoff-Zone bleiben möchten und sich vergangenes Wochenende ein kleines Polster auf die Playdowns verschafft haben. Die Westsachsen haben ihr Manko in der Offensive: Im Schnitt erzielen sie pro Spiel nur 2,5 Tore (Platz 13 im Ligavergleich). Für Mario Scalzo, mit 41 Jahren ältester aktiver Spieler in der DEL2, ist der Freitagabend übrigen ein besonderer, denn er bestreitet sein 300. Spiel im Eispiraten-Trikot.
Spannend wird auch die Partie zwischen den Eisbären Regensburg (6.) und den Freiburger Wölfen (11.). Regensburgs Verfolger Weißwasser hat nur noch zwei Punkte Rückstand auf Platz sechs. Somit müssen die Eisbären im Endspurt ihre Topform unter Beweis stellen, wenn sie auf dem direkten Playoff-Platz bleiben wollen. Diese Marschroute stellt auch Peter Flache, der auch in Zukunft das Sagen an der Eisbären-Bande haben wird, in unserer aktuellen Ausgabe klar: „Wir waren fast die ganze Saison in den Top Sechs. Das wollen wir jetzt verteidigen.“ Freiburg möchte hingegen auf der letzten Rille noch die Pre-Playoffs erreichen. Aktuell beträgt der Punkterückstand auf Rang zehn vier Zähler. Ein Sieg für die Wölfe würde helfen, die Pre-Playoffs weiterhin in Reichweite haben zu können.
Und auch am Freitagabend gilt: Sollten die Krefeld Pinguine gegen Schlusslicht Kaufbeuren gewinnen und Kassel in Weißwasser verlieren, sind die Pinguine Hauptrundenmeister der DEL2.
Lisa Taduschewski