Rudelbildung auf dem Eis zwischen den Bietigheim Steelers und dem EV Landshut. Am Ende setzte sich Landshut mit 6:3 durch und holte drei wichtige Punkte.
Foto: IMAGO / Eibner
Vier Spieltage vor Schluss verschärft sich die Lage in der DEL2 in nahezu allen Tabellenregionen. Es geht um die direkte Playoff-Qualifikation und um Platz zehn. Durch die Niederlage der Kassel Huskies und dem Sieg der Krefeld Pinguine sicherte sich der KEV am Freitag die Hauptrundenmeisterschaft.
In Bietigheim kam es bei der Partie gegen Landshut zum Duell zweier offensiv starker Teams und beider Mannschaften enttäuschten die Fans nicht. Bis zum Ende des zweiten Drittels fielen bereits sieben Tore und Landshut ging mit einer 4:3-Führung ins Schlussdrittel. Und diese baute Landshut in den letzten 20 Minuten aus zum 6:3-Auswärtssieg. EVL-Stürmer Tor Immo traf doppelt und sorgte spielentscheidend dafür, dass die Steelers nach fünf Siegen in Folge mal wieder als Verlierer vom Eis gehen mussten.
Der Tabellenführer aus Krefeld reiste als klarer Favorit ins Allgäu zum Schlusslicht aus Kaufbeuren. Auf dem Eis wurde Krefeld der Rolle aber lange nicht gerecht. Beide Teams neutralisierten sich bis ins Schlussdrittel, in welches es torlos ging. Dann setzte sich aber doch der Tabellenführer dank zweier Tore von Mathew Santos durch. Goalie Danny aus den Birken blieb beim Auswärtssieg ohne Gegentreffer.
Eine 1:3-Niederlage kassierten die Kassel Huskies bei den Lausitzer Füchsen. Die Gastgeber führten bereits nach dem ersten Drittel mit 2:0 und kontrollierten die Partie. Nach dem 3:0 war das Spiel entschieden und so war das späte Tor von Tristan Keck nur noch Ergebniskosmetik. Die Füchse bleiben somit voll im Rennen um den sechsten Tabellenplatz.
Einen Heimsieg fuhr Rosenheim gegen den EC Bad Nauheim ein. Die knapp 4.000 Fans sahen bis zur 32. Minuten eine ausgeglichene Partie, ehe die Starbulls innerhalb von vier Minuten zwei Treffer zur 3:1-Führung erzielten. Bad Nauheim gab nie auf und kämpfte bis zum Schluss. Die knappe Niederlage konnten sie aber nicht verhindern.
Für die Blue Devils Weiden wird die Situation nach der Heimniederlage nach Penalty-Schießen gegen die DEG zunehmend enger. Bei nur noch vier ausstehenden Spielen ist Rang zehn in weite Ferne gerückt. Für Düsseldorf ist die direkte Playoff-Qualifikation rechnerisch weiterhin möglich. In Weiden war es Kevin Orendorz, der für die DEG den entscheidenden Penalty zum Auswärtssieg verwandelte.
Ravensburg verspielte im Heimspiel gegen Crimmitschau eine 2:0-Führung, die sie bereits nach fünf Minuten erzielten. Danach war es Eispiraten-Goalie Kevin Reich, der seine Mannschaft stark im Spiel halten konnte. Und so nutzte Crimmitschau ein Powerplay zum Anschlusstreffer und Corey Mackin war es, der drei Minuten vor Schluss den Ausgleich erzielte. So ging die Partie nach einer torlosen Verlängerung ins Penalty-Schießen. Dort sicherte Alec Ahlroth den Gastgeber den zweiten Punkt.
In Regensburg war Freiburg zu Gast und für beide Teams stand viel auf dem Spiel. Und die Oberpfälzer haben nach trotz der knappen Heimniederlage weiterhin gute Chancen auf die direkte Playoff-Qualifikation. Die Wölfe, die jeden Punkt für den Ligaverbleib benötigten, zeigten ein starkes Spiel und führten nach 40 Minuten mit 3:2. Im letzten Drittel drehte Regensburg die Partie und führte bis 82 Sekunden vor Schluss mit 4:3, ehe Travis Ewanyk noch der Ausgleich gelang. In der Verlängerung war es schließlich Fabian Ilestedt, der für Freiburg in numerischer Überlegenheit den Siegtreffer erzielte.
Frank Gantert