C.J. Suess (vorne) schließt sich den Krefeld Pinguinen an.
Foto: City-Press
Irgendwas an der Geschichte rund um die Personalie C.J. Suess stimmt nicht. Die Dresdner Eislöwen hatten am Dienstag den Abgang des US-amerikanischen Stürmers vermeldet. Einer von mehreren Abgängen des Teams, das als sportlicher Absteiger aus der PENNY DEL inzwischen feststeht. Jens Baxmann, Sportdirektor Dresdner Eislöwen, wurde in der Meldung wie folgt zitiert: „C.J. hat uns mitgeteilt, dass er aus familiären Gründen in die USA zurückkehren möchte." Ähnlich ein Zitat in der Abgangsmeldung, das von Suess selbst stammen soll: „Mit der Geburt unserer Tochter im November hat sich mein Fokus verändert und ich muss meiner Familie in dieser Zeit Priorität einräumen."
Nun steht aber fest: Suess geht gar nicht in die Heimat. Er wechselt zu den Krefeld Pinguinen in die DEL2. Es gibt insofern vier Möglichkeiten, wie die Geschichte gelaufen sein kann. Variante eins: Dresden könnte sich die Familiengeschichte ausgedacht haben, um Schaden von sich zu nehmen wegen eines weiteren Abgangs - ein unrealistisches Szenario, die Eislöwen sind bisher offen mit ihren Abgängen umgegangen. Variante zwei: Krefeld gehört nun zu den USA. Variante drei: Suess könnte über eine täuschende Angabe, da er sich mit Krefeld schon einig war, eine Freigabe seitens der Eislöwen erwirkt haben, etwa, um keine Ablöse zu kosten. Oder aber, Variante vier, Suess' Prioritäten könnten sich kurzfristig noch einmal geändert haben, weg von der vorangestellten Familie. Zu letzteren Variante passt ein Zitat von Peer Schopp, Geschäftsführer der Krefeld Pinguine, der in einer Meldung der Pinguine wie folgt zitiert wird: „Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, C.J. Suess so kurzfristig nach seinem Abschied in Dresden, für uns zu gewinnen." Etwaig, weil ihm der DEL2-Club einen Vertrag bis 2027 mit einer nicht näher erläuterten Option auf ein weiteres Jahr anbot.
Krefeld hat Ambitionen, die DEL2-Meisterschaft zu gewinnen und in die PENNY DEL aufzusteigen. Der frühere NHL- und AHL-erfahrene Mittelstürmer könnte dazu beitragen - und theoretisch den de-facto-Abstieg seines Ex-Clubs Dresden dann auch mit dem eigenen Schläger perfekt machen.