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Sonntag, 1. März 2026

PENNY DEL am Sonntag Köln sichert sich bereits den Hauptrundensieg, Bremerhaven gewinnt Schlüsselspiel um Platz sechs in Berlin

Goalie Kristers Gudlevskis führte Bremerhaven zum Sieg in Berlin.
Foto: City-Press

Die Kölner Haie stehen bereits nach dem 47. Spieltag als Hauptrundensieger der PENNY DEL fest. Kari Jalonens Mannschaft gewann, nach guter defensiver Leistung und viermaliger Gestänge-Unterstützung, das Spitzenspiel in München durch ein Tor. Dadurch ist auch die Qualifikation für die Champions Hockey League 2026/27 gesichert. Das zweite Spitzenspiel entschieden die Straubing Tigers für sich, die so mit den Adler Mannheim nach Punkten gleichzogen. Auf Platz sechs preschten die Fischtown Pinguins Bremerhaven vor, durch einen Sieg im direkten Duell bei den Eisbären Berlin. Im Kampf um Platz zehn unterlagen alle drei echten Anwärter - wobei den Augsburger Panther dennoch langsam die Zeit davon läuft.

Die Fischtown Pinguins haben am 47. Spieltag der PENNY DEL einen ganz wichtigen Sieg gelandet. Im Direktduell um Platz sechs, der die direkte Teilnahme am Viertelfinale bedeutet, setzte sich Bremerhaven am Sonntag in Berlin mit 3:1 durch und baute den Vorsprung auf den Titelverteidiger so wieder auf vier Punkte aus. Der gerade erst verpflichtete Stürmer C.J. Smith erzielte noch im ersten Drittel den Siegtreffer und Torhüter Kristers Gudlevskis wehrte 35 Schüsse ab. Während Bremerhaven nach drei Niederlagen in Folge erstmals wieder gewann, kassierten die ineffektiven Eisbären, die vor dem Spiel das Trikot ihres ehemaligen Meisterspielers Florian Busch unter das Arenadach zogen, die vierte Schlappe in den jüngsten fünf Auftritten.

Eine böse Überraschung im Rennen um ein Playoff-Ticket erlebte Schwenningen. Die Wild Wings unterlagen auf eigenem Eis gegen den zuvor zehmmal sieglosen Absteiger Dresden mit 2:5. Dane Fox traf einmal für die Eislöwen und bereitete zwei Treffer vor. Matchwinner für den abgeschlagenen Tabellenletzten war aber Schlussmann Jannick Schwendener mit 34 Paraden.

Auch Wolfsburg musste im Kampf um die Endrunden-Teilnahme einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Die Grizzlys holten beim 2:3 nach Verlängerung in Frankfurt aber zumindest einen Zähler. Cameron Brace markierte nach 27 Sekunden der Overtime den entscheidenden Treffer für die Löwen. Im zweiten und dritten Abschnitt waren Gäste zweimal in Führung gegangen, hatten aber stets fast postwendend wieder den Ausgleich kassiert. Für Wolfsburg war es die dritte Niederlage im dritten Spiel nach der Olympiapause.

Die Spiele im Stenogramm (6 Einträge)

 


Die Straubing Tigers gewannen das Spitzenspiel bei den Adler Mannheim trotz zweier Gegentore in Unterzahl mit 3:2. Das lag gerade am starken ersten Drittel: Die Gäste sorgten gegen die gegentorärmste Mannschaft der Liga für Verwirrung vor durch Pässe von hinter dem Tor. So kamen sie, in Kombination mit Fleiß in den Zweikämpfen, zu einer Zwei-Tore-Führung. Nach Spielmitte war Mannheim drauf und dran am Anschlusstor, in einem Powerplay gelang es dann Justin Schütz mit seinem 200. DEL-Punkt. Auch wenn gut fünf Minuten vor Ende ein zweiter Überzahltreffer folgen sollte - Straubings Justin Scott hatte mit dem zwischenzeitlichen 3:1 in eine offene Phase hinein zur Vorentscheidung getroffen. Mannheims Schlussbemühungen brachten nicht mehr als einen Pfostentreffer ein.

Die Bemühungen der Augsburger Panther um einen Playoffeinzug haben einen herben Rückschlag erhalten. Sie unterlagen bei den Iserlohn Roosters mit 2:4. Ein Powerplay brachte die Gäste zur Führung. Von der Wechselbank hereinspringend, blieb Tyler Boland zu Beginn des Mitteldrittels aber völlig ungedeckt von Augsburgs Verteidigung – und glich aus. Die Roosters waren danach der Führung näher und kamen dann auch dazu. Augsburg mühte sich, glich aus – doch die Gastgeber hatten noch mal die Antwort und legten zum 4:2 einen Emptynetter nach. Die Roosters behalten alle drei Punkte am Seilersee und rücken bis auf vier Punkte an Augsburg heran.

Per Shutout sicherte sich Tabellenführer Kölner Haie erstmals in dieser Saison einen Sieg gegen den EHC Red Bull München (1:0). In einem kurzweiligen, intensiven Spiel fehlte lange nur das erste Tor. Die Gastgeber trafen insgesamt viermal das Gestänge und kamen nicht an der harten Kölner Defensive vor Janne Juvonen vorbei. Der Gast war etwas kaltschnäuziger und traf per Abfälscher. Früh im Spiel ein Schockmoment: Münchens Max Daubner hatte in der Anfangsphase eine Schlittschuhkufe ins Gesicht bekommen, ging blutend vom Eis und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Der ERC Ingolstadt meldet sich im Kampf um die Top-Vier mit einem 4:1-Heimsieg über die Nürnberg Ice Tigers zurück. Nürnberg ging in Sinan Akdags 1.000. DEL-Spiel durch einen Abfälscher im Powerplay in Front. Die Ice Tigers agierten meist clever und hatten die Chance aufs 2:0, doch der ERC kam 58 Sekunden vor der ersten Pause zum Ausgleich. Danach hatte Ingolstadt mehr vom Spiel, ging in Überzahl in Front, traf einmal auch den Pfosten. Doch im Schlussdrittel zog der ERC davon und gewann verdient. Er liegt nun nur noch zwei Punkte hinter Rang vier, der den Heimvorteil im Playoffviertelfinale mit sich brächte.

Torsten Weiß, Martin Wimösterer


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Notizen

  • gestern
  • Hernes Verteidiger Niklas Heyer wird aufgrund einer Verletzung nicht mehr ins Spielgeschehen der laufenden Oberliga-Nord-Saison eingreifen können.
  • gestern
  • Für Angreifer Michael Fomin von den Füchsen Duisburg (Oberliga Nord) ist die Saison aufgrund einer Schulterverletzung, die er sich in Hannover zuzog, beendet.
  • gestern
  • Max Herzog fehlt den IceFighters Leipzig (Oberliga Nord) am Sonntag. Der 19 Jahre alte Stürmer ist nach der zweiten Fünf-Minuten-Strafe wegen Fighting automatisch für ein Spiel gesperrt.
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  • Geschäftsführer Roland Schmid verlässt die Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) auf eigenen Wunsch und persönlichen Gründen. Alexander Fuchs, der während Schmids Amtszeit als weiterer Geschäftsführer in die Stuttgart Rebels Spielbetriebs-GmbH gekommen ist, wird die Geschicke nun allein weiter steuern.
  • vor 3 Tagen
  • Neues im Tor-Streit in der Oberliga Süd: Die Selber Wölfe haben ihren Widerspruch zurückgezogen, fordern aber eine bessere Aufarbeitung und fixe Videobeweis-Standards. Ein Tor in Deggendorf war nicht gegeben worden - ob den Unparteiischen ein funktionabler Videobeweis parat stand, bleibt unklar.
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