Um wichtige Punkte geht es im Freitagsduell für Nürnberg um Julius Karrer (links) und für Berlin um Leo Pförderl.
Foto: City-Press
Für die Nürnberg Ice Tigers läuft derzeit die Woche der Wahrheit – gelingt der Sprung in die erste Playoffrunde oder nicht? Am 49. Spieltag der PENNY DEL empfangen die Franken den amtierenden Meister Eisbären Berlin. Es ist ein Duell mit Druck für beide.
Zum einen für Berlin. Der Titelverteidiger liegt noch einen Zähler hinter dem sechsten Rang, der das Freilos ins Viertelfinale brächte. Diesen haben die Fischtown Pinguins Bremerhaven inne, die sich dem ERC Ingolstadt erwehren müssen. Tendenziell stehen die Chancen der Pinguins dafür nicht schlecht, denn Ingolstadt hat nach der Pause noch nicht zur Form gefunden. Und: Sechs der jüngsten acht Duelle an der Küste gewannen die Pinguins.
Zum anderen muss auch Nürnberg ins Laufen kommen. So wie im Schlussdrittel der 2:5-Niederlage am Mittwoch gegen Schwenningen, so „müssen wir jeden Wechsel bis zum Ende der Saison spielen“, meinte Coach Mitch O'Keefe. „Mit hoher Intensität und Wettkämpfer-Einstellung.“ Die Ice Tigers liegen auf Rang zehn und haben vermeintlich komfortable sechs Punkte Vorsprung auf den Sommerurlaubsplatz elf. Doch Nürnberg wartet seit sechs Partien auf einen Heimsieg gegen Berlin. Und Verfolger Augsburger Panther hat mit Schlusslicht Dresdner Eislöwen am Freitag die nominell leichteste Aufgabe. Allerdings haben nach der Olympia-Pause alle Teams besser abgeschnitten als Nürnberg und Augsburg – es ist gerade ein Schneckenrennen um Platz zehn.
Besonders formstark sind, als wäre die Pause nicht gewesen, weiterhin die Kölner Haie. Sie reisen zu einem Spitzenspiel zum Tabellendritten Adler Mannheim – da riecht es schon nach Playoffs. Haie-Trainer Kari Jalonen aber wird angesichts der bereits perfekten Hauptrundenmeisterschaft womöglich nicht seine Topformation aufbieten. „Es ist nun eine gute Zeit, unsere Spieler zu rotieren“, kündigte er an. „Manche brauchen eine Pause, andere brauchen ein Spiel. Wir können das in den ausstehenden vier Spielen umsetzen.“ Wer kann, der kann.
Formstark sind auch die Straubing Tigers, die Platz zwei erobert haben. Sie haben die Schwenninger Wild Wings zu Gast, die durch den Sieg in Nürnberg die Teilnahme an der ersten Playoffrunde so gut wie in der Tasche haben. Bekanntermaßen werden die Löwen Frankfurt und ihr Freitagsgegner Iserlohn Roosters dort nicht respektive aller Voraussicht nicht antreten.
Last but not least steht für die Grizzlys Wolfsburg das Spiel beim EHC Red Bull München an. Im ersten Aufeinandertreffen der Saison im SAP Garden schenkten die Niedersachsen den Bayern sieben Treffer ein. Da ist noch eine Rechnung offen.
Martin Wimösterer
| 19:30 | Nürnberg | - | Berlin | 2.50 | | | 4.10 | | | 2.35 | ||||
| 19:30 | Frankfurt | - | Iserlohn | 2.15 | | | 3.95 | | | 2.80 | ||||
| 19:30 | Straubing | - | Schwenningen | 1.77 | | | 4.30 | | | 3.60 | ||||
| 19:30 | Mannheim | - | Köln | 2.15 | | | 4.00 | | | 2.80 | ||||
| 19:30 | Augsburg | - | Dresden | 1.45 | | | 5.00 | | | 5.50 | ||||
| 19:30 | Bremerhaven | - | Ingolstadt | 2.60 | | | 4.00 | | | 2.30 | ||||
| 19:30 | München | - | Wolfsburg | 1.55 | | | 4.70 | | | 4.70 |
(Stand: 05.03.2026, 17.30 Uhr)