Da ist Simon Kunst machtlos: Der deutsche Keeper musste zum Auftakt der Paralympics gegen China zwölf Gegentore hinnehmen.
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Das deutsche Para-Eishockey-Nationalteam hat sein erstes Match bei den Paralympics seit 20 Jahren deutlich verloren. Gegen China, 2022 im eigenen Land Bronzemedaillengewinner, kassierte die deutsche Mannschaft am Samstag in Mailand vor knapp 3.000 Zuschauenden eine 0:12 (0:5, 0:3, 0:4)-Niederlage. Die über die gesamte Spielzeit dominanten Chinesen ließen insgesamt nur fünf deutsche Torschüsse zu, die hochkarätigste Chance hatte Kapitän Jan Malte Brelage in der Schlussphase bei einem Pfostentreffer.
„Wir sind teilweise in alte Muster gefallen, so dass jeder individueller agiert, anstatt im System und Block zu bleiben“, analysierte Bundestrainer Peter Willmann nach der Partie. Mit Blick auf das zweite von drei Gruppenspielen gegen die USA am Montag (17.05 Uhr) fordert Kapitän Brelage dementsprechend: „Da müssen wir noch enger vor dem Tor stehen und noch disziplinierter zurückfahren. Wir müssen gerade bei Kontern schneller die Räume zumachen und konsequenter gegen den Körper gehen.“ Schließlich sei der Titelverteidiger „noch eine Klasse besser als die Chinesen“.