Die Eisbären Berlin umgehen durch den Heimsieg gegen den EHC Red Bull München die erste Playoffrunde. Der parallele Kantersieg gegen die Dresdner Eislöwen verhalf den Fischtown Pinguins Bremerhaven nicht mehr auf Platz sechs.
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Die letzten Entscheidungen vor den Playoffs in der PENNY DEL sind gefallen – und es freuen sich die Adler Mannheim, die Eisbären Berlin und – Thriller-artig – die Grizzlys Wolfsburg.
Platz zwei – und damit das zweite Ticket für die Champions Hockey League – sicherten sich am 52. Hauptrundenspieltag die Adler Mannheim. Sie bezwangen beim Comeback von Nationalstürmer Tom Kühnhackl nach dreimonatiger Verletzungspause die Schwenninger Wild Wings mit 4:2. Sie zogen so noch an den Straubing Tigers vorbei, die ihr Heimspiel gegen Vorrundensieger Kölner Haie mit 3:6 verloren. Köln stellte damit den DEL-Punktrekord in einer 52-Spiele-Hauptrunde mit 116 Zählern ein.
Den letzten Direktfahrschein ins Viertelfinale holten sich als Sechster die Eisbären Berlin. Durch Berlins 5:1-Heimsieg gegen den konteranfälligen EHC Red Bull München kamen die Fischtown Pinguins Bremerhaven auch durch einen 6:1-Erfolg über den sportlichen Absteiger Dresdner Eislöwen in der Tabelle nicht mehr vorbei am Titelverteidiger.
Auf Rang acht liefen die Grizzlys Wolfsburg ein, die dadurch Heimvorteil im Duell der ersten Playoffrunde haben. Sie zogen auf dramatische Weise noch vorbei an den Schwenninger Wild Wings, die in Mannheim punktlos blieben. Wolfsburg geriet nach einer 4:1-Führung bei den Augsburger Panthern in einen 4:5-Rückstand, musste fünf Minuten ins Unterzahlspiel, überstand es – und dann glich Gemel Smith sieben Sekunde vor Ende aus. Durch das bessere Torverhältnis reichte der Punkt, um auf Platz acht vorzuspringen. Am Ende gewannen die Grizzlys noch (6:5 nach Penaltyschießen).
In der ersten Playoffrunde (ab Dienstag) kommt es zum Duell zwischen Bremerhaven und den Nürnberg Ice Tigers; in der Parallelserie treffen die Grizzlys und die Wild Wings aufeinander. Zwei Siege sind zum Viertelfinaleinzug nötig. Das jeweils erstgenannte Team hat im ersten Spiel und einem möglichen dritten, entscheidenden Spiel den Heimvorteil.
Vorrundensieger Kölner Haie trifft im Viertelfinale (ab 24. März, vier Siege zum Weiterkommen nötig) dann auch den Sieger der ersten Runde, der zu Hauptrundenende schlechter platziert war – also unter keinen Umständen Bremerhaven. Der Hauptrundenzweite Mannheim trifft auf den besser platzierten Sieger der ersten Runde – also auf keinen Fall Nürnberg. Die weiteren Viertelfinalduelle lauten: Straubing gegen Berlin (Dritter gegen Sechster) sowie München gegen ERC Ingolstadt (Vierter gegen Fünfter).
Apropos Nürnberg und Ingolstadt: Die Franken gewannen zum Hauptrundenabschluss mit 4:3 in Frankfurt, der ERC unterlag bei den Iserlohn Roosters mit 3:5. Nürnbergs Evan Barratt sicherte sich mit 65 Punkten die Topscorerkrone. Ingolstadts Riley Barber schloss die Saison wie Berlins Liam Kirk mit 32 Treffern ab - Bestmarke.
Ehe am Dienstag die erste Playoffrunde beginnt, findet am Montagabend in Köln die DEL Award Show statt. Dort werden, übertragen von MagentaSport, der Spieler des Jahres und weitere Titelträger gekürt. Eine Auswertung dazu finden Sie in unserem Playoff-Sonderheft (ab Mittwoch am Kiosk, hier in unserem Online-Shop vorbestellen).
Martin Wimösterer