Janne Juvonen (Mitte) räumte die Titel des Spieler des Jahres und Torhüter des Jahres ab.
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Die Kölner Haie waren die überragende Mannschaft der abgelaufenen Hauptrunde der PENNY DEL. Sie stellten am Sonntag mit 116 Punkten den Rekord der Adler Mannheim aus der Saison 2018/19 ein, nachdem die Rheinländer zwischenzeitlich mit 16 Siegen nacheinander schon eine andere neue Liga-Bestmarke aufgestellt hatten. So verwundert es auch nicht, dass die Haie am Montag auch bei der jährlichen Award Show kräftig absahnten.
Kölns Janne Juvonen wurde nicht nur zum Torhüter, sondern auch zum Spieler des Jahres gewählt. Zum ersten Mal in der Geschichte geht die seit 1976 vergebene größte Einzelauszeichnung im deutschen Eishockey damit an einen Spieler aus Finnland. Der erst während der Saison verpflichtete Schlussmann gewann 26 seiner 32 Starts, hatte mit 93,2 Prozent die beste Fangquote aller Keeper und den zweitbesten Gegentorschnitt (2,04).
Ebenso klar wie Juvonen die Wahl bei den Torhütern gewann, setzte sich sein Coach Kari Jalonen bei der Abstimmung zum Trainer des Jahres durch. Der 66-Jährige, der nach der Saison in seine Heimat Finnland zurückkehren wird, führte die Haie zur besten Hauptrunde ihrer Clubgeschichte. Keine Mannschaft schoss mehr Tore, nur zwei kassierten weniger Gegentore. Die Special Teams der Haie waren zudem die besten der Hauptrunde.
In seinem zweiten Jahr in der DEL wurde Mannheims Nicolas Mattinen zum zweiten Mal zum Verteidiger des Jahres ausgezeichnet. 2024 hatte sich der Kanadier, damals noch in Diensten von Straubing, sogar auch den Titel als Spieler des Jahres gesichert. Als einziger Defensivspieler knackte der 28-Jährige die 20-Tore-Marke und kam wie Ingolstadts Vorjahressieger Alex Breton auf 50 Scorer-Punkte. Herausragende Zahlen für einen Abwehrspieler, hatten doch nur sieben Stürmer in der Hauptrunde mehr Zähler auf dem Konto als der Adler-Profi.
Ingolstadt hat aber auch in dieser Saison einen Preisträger. Die Auszeichnung für den Stürmer des Jahres ging an ERC-Scharfschützen Riley Barber. 32 Tore erzielte der US-Amerikaner und teilte sich damit Platz eins in der Torjägerwertung mit Berlins Liam Kirk. Im Herbst sah es sogar so aus, als könnte er die Torrekorde der Legenden Sergei Berezin und Robert Reichel aus den Anfangsjahren der DEL angreifen. Bei den Scorern übertraf nur Evan Barratt knapp die 63 Punkte des 32-Jährigen. Nürnbergs Angreifer war noch an zwei Toren seiner Mannschaft mehr beteiligt als Barber.
Wahlberechtigt bei den fünf Kategorien waren neben den Sportdirektoren, Trainern und Kapitänen der 14 Clubs auch Vertreter der PENNY DEL, des TV-Partners MagentaSport sowie Redakteure von Eishockey NEWS.
Weitere Preise wurden ebenso verliehen: Als „Junior des Jahres", präsentiert von MagentaSport, wurde Fabio Kose (Löwen Frankfurt) ausgezeichnet. Der „Unsung Hero Award" von PENNY ging an die Busfahrer im deutschen Eishockey. Der Save des Jahres kam von Juvonen, das Tor des Jahres schoss Dustin Strahlmeier (Grizzlys Wolfsburg) - es war das erste aktive Torhütertor der Ligageschichte.
Hinweis: Fotos der verschiedenen Sieger finden Sie auf unserem Instagram-Account. Eine Auswertung zu den Besten-Wahlen finden Sie in unserem Playoff-Sonderheft (ab Mittwoch am Kiosk, vorbestellbar in unserem Online-Shop). Bereits am Dienstag startet die erste Runde.
Torsten Weiß, Martin Wimösterer