Ab ins dritte Spiel: Phil Hungerecker (links, Schwenninger Wild Wings) und Gemel Smith (Grizzlys Wolfsburg) sehen sich am Sonntag in Wolfsburg wieder.
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Sonntag, 16.30 Uhr – Anspiel zum Showdown ums Viertelfinale. Die Grizzlys Wolfsburg empfangen die Schwenninger Wild Wings zum dritten und entscheidenden Spiel der ersten Playoffrunde der PENNY DEL.
Und blickt man wie Steve Walker auf die bisherigen Partien, dürfte einige Spannung anstehen. „Beide Spiele hätten in die eine wie die andere Richtung ausgehen können“, meinte Schwenningens Trainer. Es kommt auf die Kleinigkeiten auf dem Eis an, auf das Quäntchen mehr Drang und auf die Schussauswahl. „Wir hatten viele Schüsse, aber ich mochte nicht, von wo wir sie nahmen“, meinte Grizzlys-Trainer Tyler Haskins.
Und es kommt natürlich auch auf die großen Dinge an. Damit meint Walker nicht nur die Führung. „Disziplin und das Puckmanagement sind die wichtigsten Dinge in den Playoffs“, sagte Walker. Dazu steht auch auf die Gesundheit im Fokus – Spencer Machacek bestritt in Spiel zwei nur etwas mehr als vier Minuten. Ob er am Sonntag spielen kann, dazu ließen sich die Grizzlys auf Nachfrage am Samstag nicht in die Karten schauen.
Und es kommt auch auf kühle Köpfe an. Ja nicht hinreißen lassen zu Fouls, ja nicht provozieren lassen. So, wie das Tyson Spink in Spiel zwei bei den Wolfsburgern geschafft hatte. Der Stürmer, ähnlich wie zum Beispiel Mannheims Luke Esposito auf dem Eis als geschickte „Nervensäge“ bekannt, rief nach seinem Tor zum 2:0 ein paar Worte in Richtung der Wolfsburger. Grizzly Luis Schinko ließ die Handschuhe fallen, doch Spink nahm den Kampf nicht an – Schinko musste zehn Minuten zuschauen. Und sein Trainer Haskins die Reihen umstellen. Apropos Tyson Spink: Der Wild Wing ist zu den Playoffs wieder in Top-Form gekommen. In den abschließenden beiden Hauptrundenspielen traf er schon, in Spiel zwei der ersten Playoffrunde punktete er zweimal.
Die Wild Wings bewiesen am Freitag mit dem Rücken zur Wand gute Nerven. Sie glichen die Serie vor euphorisiertem heimischen Publikum in der Helios-Arena aus. Nun geht es zurück nach Wolfsburg. Walker: „Wenn du dem Ausscheiden ins Gesicht blickst, ist es einfach, die Jungs fürs Spiel heiß zu machen.“ Er sagte zudem: „Du musst jeden Wechsel für dich entscheiden.“ Beides gilt nun auch für Wolfsburg im Showdown am Sonntag.
Martin Wimösterer
| 16:30 | Wolfsburg | - | Schwenningen | 2.10 | | | 4.10 | | | 2.90 |
(Stand: 21.03.2026, 15.38 Uhr)