FASS Berlin hat zum dritten Mal in Folge den Meistertitel in der Regionalliga Ost gewonnnen.
Foto: Zaide Kielinger
FASS Berlin hat zum dritten Mal in Serie den Titel in der Regionalliga Ost gewonnen und auch einen klaren Durchmarsch in den Playoffs gemacht. Sie besiegten am Samstag die Schönheider Wölfe auswärts vor 814 Zuschauern mit 5:2 und gewannen damit alle sechs Playoff-Spiele. Finale eins und zwei waren auch mit 5:1 und 5:2 an die Akademiker gegangen. Im Halbfinale hatten sie die Luchse Lauterbach ebenfalls in drei Spielen (3:2 n.V., 3:1, 5:0) ausgeschaltet.
Schlüsselsituation des dritten Finales war nach dem Doppelschlag zum 2:0 in der fünften und achten Minute der Beginn des Mitteldrittels, als FASS den Anschlusstreffer der Wölfe nur 110 Sekunden später mit dem 3:1 konterte. Aus den Händen von Ligenleiter Tobias Rentzsch gab es den Meisterpokal und es folgte eine spontane Feier mit 60 mitgereisten Fans.
Einem Aufstieg in die Oberliga Nord hatte man aber frühzeitig eine Absage erteilt. Sich beworben bzw. Interesse angemeldet haben aus den Vierten Ligen bzw. der multinationalen Central Europa Hockey League Heilbronn, Essen, Dortmund und Neuwied.
„Jeder Titel ist besonders. In 2026 haben wir den doppelten Sweep in Halbfinale und Finale geschafft. Darauf können Mannschaft, Verein und Fans stolz sein“, meint Geschäftsführer Alexander Hedderich, der noch einmal daran erinnerte, dass es erst seit Anfang Januar wieder einen strukturierten Trainings- und Spielbetrieb im Erika-Heß-Eisstadion gibt, das umfassend modernisiert wurde. „Die schwierige Stadion-Situation war für uns alle eine große Belastung“, blickt Hedderich zurück.
Den Verzicht auf den Oberliga-Aufstieg hatten die Akademiker bereits vor einigen Wochen erklärt. „Nach drei Meisterschaften in Folge geht der Blick natürlich auch irgendwann nach oben. Für einen Aufstieg müssen zahlreiche sportliche, wirtschaftliche und organisatorische Weichen gestellt werden. Zur kommenden Saison wird ein solcher Schritt noch nicht möglich sein. Aber wir arbeiten an der weiteren Professionalisierung unserer Organisation, um bald einen solchen Schritt gehen zu können.“
Die Wölfe, die nach der Hauptrunde knapp vor FASS vorne lagen, sahen sich in allen Spielen um ein, zwei Treffer zu hoch besiegt und haderten insbesondere mit der Chancenverwertung. „Am Ende fehlte in sehr entscheidenden Situationen die Durchschlagskraft“, analysierte Pressesprecher Markus Gläß. Auch Schönheide hatte weit im Voraus einen Aufstieg abgelehnt.
Markus Terbach/Michael Bauer