Goalie Philipp Dietl und der EV Landshut lieferten sich mit den Krefeld Pinguinen einen harten Fight, doch am Ende setzte sich die Klasse der Seidenstädter erneut durch.
Foto: Georg Gerleigner
Der Dienstagabend in den DEL2-Playoffs brachte die erste Entscheidung in den Viertelfinalserien – und einen klaren Schritt in Richtung Halbfinale in der zweiten Partie zwischen Weißwasser und Kassel. Während die Krefeld Pinguine auch in Landshut ihre Klasse ausspielten und die Serie mit einem weiteren Sieg zum 4:0-Sweep vorzeitig beendeten, schlugen die Kassel Huskies nach der überraschenden Heimniederlage am Sonntag mit dem dritten Sieg in Weißwasser zurück und sicherten sich Matchpucks ab Freitag.
In Landshut stemmte sich der EVL mit aller Kraft gegen das drohende Saisonende, musste sich am Ende aber der Klasse des Hauptrunden-Meisters beugen. Zwar gingen die Gäste durch David Cerny in Führung, doch Landshut antwortete kurz vor der ersten Pause durch Tor Immo. Die Hausherren kamen mit viel Energie aus der Kabine und drehten die Partie zwischenzeitlich durch Stanislav Dietz, doch Krefeld blieb unbeeindruckt und schlug umgehend zurück. In einer intensiven Phase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams immer wieder offensive Akzente setzten.
Im weiteren Verlauf zeigte sich jedoch die Kaltschnäuzigkeit der Pinguine. Immer wieder fanden sie die passenden Antworten auf Landshuter Treffer und nutzten ihre Chancen konsequent. Besonders im Schlussdrittel übernahm der Favorit endgültig die Kontrolle und ließ keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie aufkommen. Philip Gogulla und C.J. Suess sorgten mit ihren Treffern für die Entscheidung, ehe Adam Payerl den Schlusspunkt setzte. Trotz eines couragierten Auftritts der Gastgeber, die alles in die Waagschale warfen, setzte sich Krefeld mit 7:4 durch und macht mit dem vierten Sieg in Serie den Halbfinaleinzug perfekt. Mit Landshut verabschiedet sich – nach der Düsseldorfer EG – der zweite von sechs Aufstiegsbewerbern zur PENNY DEL aus dem DEL2-Titelrennen.
Auch in Weißwasser erwischten die Gäste aus Kassel den deutlich besseren Start. Die Huskies stellten bereits im ersten Drittel die Weichen auf Sieg, als Darren Mieszkowski mit einem Doppelpack und Dominic Turgeon für eine frühe 3:0-Führung sorgten. Die Lausitzer Füchse fanden lange kein Mittel gegen die kompakte Defensive der Nordhessen, die nur wenige Abschlüsse zuließen und insgesamt äußerst diszipliniert agierten.
Im Mitteldrittel belohnten sich die Gastgeber schließlich für ihren Aufwand. John Broda verkürzte und hielt die Hoffnungen der Hausherren am Leben. Kurz nach Wiederbeginn wurde es dann turbulent: Weißwasser kam durch Lane Scheidl weiter heran, doch Kassel antwortete postwendend durch Bode Wilde. Die Füchse zeigten jedoch Moral und verkürzten erneut, ehe die Huskies in der Schlussphase ihre Effizienz unter Beweis stellten. Mit Treffern von Yannik Valenti und Tyler Benson machten die Gäste alles klar. Am Ende setzte sich Kassel mit 6:3 durch, baute die Serienführung auf 3:1 aus und hat nun am Freitag zu Hause den ersten Matchpuck auf dem Schläger, während Weißwasser trotz erneut engagierter Leistung weiter auf die nächste Auswärts-Überraschung hoffen muss.
Sören Mundt