Die beiden Matchwinner der Bruins: Pavel Zacha (rechts) glich kurz vor Schluss aus, Viktor Arvidsson verwandelte den entscheidenden Penalty.
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Die Playoffs starten erst Mitte April, aber schon jetzt wuchert die NHL mit Drama und spektakulären Wendungen. Vor allem in der Eastern Conference entfaltet sich ein Thriller im Rennen um die Playoff-Plätze – und mittendrin die Boston Bruins. Das von Marco Sturm trainierte Team, lange Zeit nicht als seriöser Playoff-Anwärter wahrgenommen, landete nun die nächsten Big Points. Im Duell beim direkten Rivalen aus Columbus gerieten die Bruins schon im ersten Drittel mit 0:3 in Rückstand, ehe sie im Schlussabschnitt ein furioses Comeback hinlegten. Charlie McAvoy und Pavel Zacha verkürzten binnen 134 Sekunden aus, ehe erneut Zacha elf Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit bei gezogenem Goalie im Slot zum 3:3 traf. Die Jubelszenen auf dem Eis und auf der Bank der Bruins vermittelten bereits Playoff-Vibes. Im Shootout machte Boston dann sein Glück perfekt. Viktor Arvidsson verwandelte den entscheidenden Penalty. Nationalstürmer Lukas Reichel kam zwölfeinhalb Minuten zum Einsatz, blieb aber ohne Scorer-Punkt. „Dieses Comeback sagt alles über unser Team aus“, sagte Sturm. Mit nunmehr 92 Punkten festigten die Bruins den ersten Wild-Card-Platz. Der Vorsprung auf den ersten Nicht-Playoff-Platz beträgt bei einem mehr ausgetragenen Spiel derzeit sechs Punkte.
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— Boston Bruins (@NHLBruins) March 30, 2026
Zu den Anwärtern auf einen Wild-Card-Platz zählen mittlerweile auch die Philadelphia Flyers. Das Team von Trainer Rick Tocchet feierte beim 2:1 nach Verlängerung gegen die Dallas Stars den achten Sieg aus den vergangenen zehn Spielen. Zum Matchwinner avancierte Trevor Zegras, der in der vierten Minute der Verlängerung Stars-Goalie Casey DeSmith per Tunnel überraschte. Mit nunmehr 86 Punkten schlossen die Flyers im Tableau zu den Ottawa Senators und Detroit Red Wings auf.
Im Topspiel des Abends feierten die Montreal Canadiens mit einem 3:1 bei den Carolina Hurricanes ihren fünften Sieg nacheinander. Carolina ging im ersten Drittel durch Andrei Svechnikov in Überzahl in Führung, ehe die Habs im Mitteldrittel die Partie durch ihre Top-Scorer drehten. Nick Suzuki traf zweimal, sein kongenialer Sturmpartner Cole Caufield erzielte sein 46. Saisontor.
Siegmund Dunker
Die Ergebnisse im Überblick:
New York Rangers – Florida 3:1 (0:0, 0:0, 3:1)
Tampa Bay – Nashville 3:2 (0:0, 1:1, 2:1)
Carolina – Montreal 1:3 (1:0, 0:3, 0:0)
Columbus – Boston 3:4 n.P. (3:0, 0:0, 0:3, 0:0, 0:1)
New Jersey – Chicago 5:3 (1:2, 1:0, 3:1)
Philadelphia – Dallas 2:1 n.V. (0:0, 1:1, 0:0, 1:0)