Für den Rest der Playoffs gesperrt: Münchens Fabio Wagner.
Foto: City-Press
Nach dem Skandalspiel in Ingolstadt hat der Disziplinarausschuss der PENNY DEL eine der längsten Sperren in der Geschichte der Liga ausgesprochen. Münchens Fabio Wagner wurde nach seinem üblen Foul an ERC-Abwehrspieler Edwin Tropmann für 14 Partien gesperrt. Mindestens gilt die Sperre bis zum 8. Mai, sodass der Nationalspieler und Olympia-Teilnehmer bis zum Ende der diesjährigen Playoffs um die deutsche Meisterschaft nicht mehr zum Einsatz kommen darf. Zudem erhält der Spieler eine Geldstrafe. Der EHC Red Bull könnte rein theoretisch in der laufenden Endrunde noch 17 Begegnungen bestreiten. Sollte München in der laufenden Endrunde weniger als 14 Spiele bestreiten, muss Wagner die verbliebenen Partien seiner Sperre in der kommenden Saison aussetzen.
Wagner hatte am Dienstagabend gegen Ende des vierten Viertelfinalspiels gegen den ERC Ingolstadt Tropmann durch einen Check verletzt. Dieser war zuerst bewusstlos und wurde ins Krankenhaus gebracht. Er unterzieht sich wegen einer Verletzung im Hals- und Nackenbereich nun weiteren Untersuchungen. Wagner hat am Mittwoch in einem Videostatement um Entschuldigung gebeten.
„Der Spieler Fabio Wagner unternahm keinen Versuch zur Scheibe zu gelangen. Der Kopf- und Nackenbereich war der Haupttrefferpunkt des Checks. Der Spieler Tropmann wurde verletzt und muss stationär behandelt werden. Der Check wurde extrem rücksichtslos und ohne spieltaktischen Zweck ausgeführt“, so die Urteilsbegründung.
Zwei Spiele nicht zur Verfügung steht München zudem Jeremy McKenna. Der Angreifer hatte wie Wagner nach einem Check gegen den Kopf- und Nackenbereich eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erhalten. „Der Kopf- und Nackenbereich war Haupttrefferpunkt. Jeremy McKenna unternahm keinen Versuch, den Kontakt zu verhindern oder zu minimieren. Er nahm eine Verletzung des Gegners durch seine Aktion in Kauf“, lautete die Urteilsbegründung für das Foul des Angreifers an Daniel Schmölz.