Die Blue Devils Weiden jubeln über den Klassenerhalt in der DEL2.
Foto: Werner Moller
Die Blue Devils Weiden haben den Klassenerhalt in der DEL2 perfekt gemacht. Am Samstagabend sicherte sich Weiden mit einem 5:1-Erfolg gegen den ESV Kaufbeuren den entscheidenden dritten Sieg. Für den ESVK besiegelte die Niederlage derweil den Abstieg nach 17 Spielzeiten in der Zweitklassigkeit. Im Playoff-Halbfinale sicherten sich die Krefeld Pinguine mit einem 3:1-Erfolg in Regensburg die 2:0-Serienführung und den sechsten Sieg im sechsten Playoff-Spiel. Der Ausgleich in der Serie gelungen ist den Kassel Huskies mit einem 4:3-Erfolg nach Verlängerung bei den Bietigheim Steelers. Die Huskies haben so auch ihren Heimvorteil zurück.
Am 24. April 2009 hatte der ESV Kaufbeuren den Aufstieg in die damalige 2. Bundesliga mit einem 4:2-Erfolg gegen den EC Peiting perfekt gemacht, knapp 17 Jahre später müssen die Joker zurück in die Oberliga. Durch eine 1:5-Niederlage in Weiden ist der Abstieg des ESVK besiegelt, während die Blue Devils über den Klassenerhalt jubeln dürfen. Fabian Ribnitzky hatte Weiden mit einem platzierten Schuss in den Winkel im ersten Abschnitt in Führung gebracht (9.). Im zweiten Drittel verpasste Kaufbeuren bei einer Unaufmerksamkeit von Weidens Goalie Michael McNiven den Ausgleich, wurde in Unterzahl dann bestraft. Ribnitzky legte mit seinem zweiten Treffer das 2:0 nach.
Als Daniel Fießinger dann auch noch einen Schuss von Daniel Schwaiger im kurzen Eck unglücklich zum 3:0 für Weiden passieren lassen musste, war der Abstieg in die Oberliga für Kaufbeuren schon sehr nah. Zwar brachte Kapitän Travis Turnbull den ESVK in Überzahl nochmal auf 1:3 heran, die Hoffnung auf eine Wende hielt aber keine zwei Minuten. Noah Samanski stellte im Powerplay den Drei-Tore-Abstand wieder her, Tyler Ward besorgte in der Schlussminute mit einem Treffer ins leere Tor den 5:1-Endstand.
Die Bietigheim Steelers können in diesen Playoffs weiterhin fast nicht ohne Overtime. Auch das zweite Duell im Halbfinale mit den Kassel Huskies ging am Samstagabend in die Verlängerung, insgesamt war es das siebte von bisher neun Spielen mit Steelers-Beteiligung in der Endrunde, das nicht nach 60 Minuten entschieden war. Anders als am Donnerstag hatten diesmal aber die Huskies das bessere Ende auf ihrer Seite. Kaspars Daugavins erzielte den Siegtreffer für Kassel in Überzahl, stellte die Serie so auf 1:1 und brachte seiner Mannschaft den Heimvorteil zurück.
Das zweite Aufeinandertreffen hatte dabei exakt so begonnen, wie Spiel eins in der Verlängerung geendet hatte: Mit einem Powerplay-Treffer von Bietigheims Brett Kemp, der diesmal einen Schuss von Arne Uplegger aus der Drehung zur frühen Steelers-Führung abfälschte (4.). Kassel agierte zwar druckvoll, kam aber erst im zweiten Drittel zum Erfolg. Und das dann gleich mit drei Toren in weniger als vier Minuten. Zuerst glich Hunter Garlent aus (22.), dann sorgte Dominic Turgeon per Bauerntrick für die Führung der Huskies (25.), die Yannik Valenti sogar noch auf 3:1 ausbaute (26.). Bietigheim brauchte in der Folge erneut ein Powerplay, um in die Partie zurückzukommen. Diesmal verwertete Uplegger ein Zuspiel von Kemp zum 2:3. Im letzten Drittel glich Filip Reisnecker aus und schickte die Steelers, wieder einmal, in die Overtime. Dort traf dann Daugavins in Überzahl für Kassel. Nach dem entscheidenden Treffer lieferten sich beide Teams noch eine handfeste Auseinandersetzung hinter dem Steelers-Tor.
Mit einer reifen Vorstellung haben sich die Krefeld Pinguine derweil den zweiten Sieg gegen die Eisbären Regensburg gesichert. Nach dem 6:3-Erfolg am Donnerstag setzte sich der Hauptrundenerste vor zahlreichen mitgereisten KEV-Fans in der Oberpfalz mit 3:1 durch. Nach einem torlosen Auftaktdrittel scheiterte Daniel Bruch auf Zuspiel von Jon Matsumoto zuerst noch an Eisbären-Goalie Jonas Neffin, drückte den Puck im zweiten Versuch aber über die Linie (22.). Zack Dybowski legte mit einem Schuss von der blauen Linie schnell den zweiten Treffer nach (27.), Max Newton ließ mit einem Alleingang bei einer gerade auslaufenden Strafe gegen die Pinguine sogar noch das 3:0 folgen (33.). Im Schlussabschnitt gelang Corey Trivino nur noch das 1:3, sodass Krefeld über den sechsten Sieg im sechsten Playoff-Spiel und die 2:0-Führung in der Serie gegen Regensburg jubeln durfte.
Julian Kaiser