Viel Verkehr vor dem Tor von Bietigheims Florian Mnich – auch daher gewannen die Kassel Huskies am Ostermontag mit 3:2.
Foto: Jan-Malte Diekmann
15 Sekunden in Krefeld, 56 Sekunden in Kassel: Angetrieben von Treffern in der ersten Spielminute gewannen die Favoriten ihre Playoff-Halbfinalspiele in der DEL2 am Ostermontag. Krefeld holte sich mit einem nie gefährdeten 4:0 gegen Regensburg eine überzeugende 3:0-Serienführung und steht mit einer perfekten Bilanz von sieben Siegen in sieben Spielen schon mit einem Bein im Finale. Kassel stellte mit einem hart erkämpften 3:2 gegen Bietigheim in der Best-of-seven-Serie auf 2:1.
Krefeld traf gegen Regensburg zunächst zweimal nach nahezu identischem Muster. Max Newton und Daniel Bruch drückten Abpraller über die Linie, nachdem Eisbären-Goalie Jonas Neffin Schüsse vor der linken Seiten nicht entscheidend abwehren konnte. Der Torhüter des Jahres war im ersten Drittel dennoch der mit Abstand beste Regensburger und verhinderte bei einem Torschussverhältnis von 21:2 einen höheren Rückstand der Gäste. Mehrmals waren die Eisbären von den Pinguinen minutenlang im eigenen Drittel eingeschnürt worden. Und auch im weiten Verlauf blieben die Gäste chancenlos. Nach einem Fehlpass von Matej Leden erhöhte Pinguine-Torjäger Mathew Santos via Alleingang, Alexander Weiß sorgte in der Schlussphase mit einem Empty-Net-Goal für den 4:0-Endstand. KEV-Goalie Felix Bick benötigte für sein erstes Shutout in den diesjährigen Playoffs lediglich zehn Saves.
Bietigheims Torhüter Florian Mnich, der in den Playoffs erst zum zweiten Mal den Vorzug vor Olafr Schmidt erhielt, musste in den ersten 132 Sekunden in Kassel zweimal hinter sich greifen. Zunächst schoss Verteidiger Luca Münzenberger auf Zuspiel von Hunter Garlent im kurzen Eck ein, dann beförderte Tristan Keck einen Rebound aus dem Slot mit der Rückkhand über die Linie. Die Steelers meldeten sich jedoch noch vor der ersten Pause zurück: Ein verdeckter Jack-Dugan-Schlenzer schlug hinter Huskies-Torhüter Philipp Maurer ein. Im Mitteldrittel überstand Kassel drei aufeinanderfolgende Unterzahl-Situationen, kassierte aber trotzdem den 2:2-Ausgleich – und verspielte somit einmal mehr eine 2:0-Führung. Alexander Preibisch war nach einem Puckverlust von Bode Wilde per Direktabnahme zur Stelle und somit Bietigheims zweiter Torschütze.
Ein umkämpftes letztes Drittel in Nordhessen gipfelte in der letzten Minute. Mnich konnte einen Schuss von Simon Schütz nur abtropfen lassen, Garlent schloss 37 Sekunden vor dem Ende aus kurzer Distanz unters Dach zum 3:2 ab. Damit vollendete der kanadische Spielmacher den ersten Heimsieg der Serie – und verhinderte die dritte Overtime im dritten Match auf den letzten Drücker.
Tim Heß