Peter DeBoer stand zuletzt bei den Dallas Stars hinter der Bande, hatte aber nicht den Erfolg, den man wollte: den Stanley Cup
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Nächster Trainerwechsel in der NHL und das nicht einmal zwei Wochen vor dem Ende der Hauptrunde: Die New York Islanders feuerten am Sonntag Patrick Roy und ersetzten ihn mit Peter DeBoer. Die Islanders stecken mitten im engen Rennen um einen Playoff-Platz in der Eastern Conference, haben aber vier Spiele in Folge verloren und liegen nach den Sonntagsspielen einen Zähler hinter den Wild-Card-Rängen zurück.
Der 60-jährige ehemalige Star-Goalie Roy hatte die Islanders im Januar 2024 von Lane Lambert übernommen und sie damals noch in die Playoffs geführt. Vergangene Spielzeit hatten sie die Endrunde verpasst, dann aber die Draftlotterie gewonnen und sich Super-Verteidiger-Talent Matthew Schaefer gesichert, der trotz seiner 18 Jahre mit 22 Toren und 36 Vorlagen bereits zweiter der teaminternen Scorerliste ist.
DeBoer (57) hat mit 1.261 Spielen die sechstmeisten aller NHL-Coaches gecoacht. Er war nach der vergangenen Saison nach drei Spielzeiten bei den Dallas Stars entlassen worden. Er hatte zwar in jeder der drei Spielzeiten die Stars ins Finale der Western Conference geführt, hatte mit dem top besetzten Kader das Ziel Stanley Cup aber jedes Mal verfehlt.
Roy ist der vierte Trainer, der in dieser Saison gehen musste. Vor einer Woche, am 29. März, überraschten die Vegas Golden Knights die Liga und ersetzten Bruce Cassidy durch John Tortorella. Auch die Golden Knights kämpfen um einen Playoff-Platz, stehen aber wesentlich besser da, als die Islanders. Am 1. März wurde der ehemalige Deutschland-Legionär Jim Hiller von D.J. Smith ersetzt. Seine Los Angeles Kings sind knapp unter dem Playoff-Strich im Westen.
Rick Bowness, der eigentlich schon in Ruhestand war, hatte mit Dean Evason am 12. Januar einen weiteren ehemaligen DEL-Spieler ersetzt. Die Blue Jackets machten unter ihm einen riesen Sprung, wurden zuletzt von drei Niederlagen in Serie aber wieder zurückgeworfen und liegen zwei Zähler hinter dem letzten Wild-Card-Rang im Osten.
Michael Bauer