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Dienstag, 7. April 2026

Vor dem DEL-Halbfinalstart Köln und München sinnen beim Treffen der Branchenriesen wegen jüngster Geschichte auf Revanche

Kann Meister Berlin den Kölner Haien erneut ein Bein stellen?
Foto: City-Press

Die meisten Titel, die größten Arenen und die größten Etats: Wenn am Mittwoch die Halbfinalserien in der PENNY DEL beginnen, wird das Oberhaus eine Vorschlussrunde erleben, die es in der Form noch nie gab. Erstmals werden die vier Branchenriesen Berlin, Mannheim, München und Köln die Meisterschaft untereinander ausmachen. Und in beiden Serien sinnen Teams aufgrund der jüngsten Playoff-Historie auf Revanche.

Beim Duell zwischen Hauptrundenprimus Köln und Titelverteidiger Berlin kommt es zur Neuauflage der letztjährigen Endspielserie. Dort setzten sich die Eisbären in fünf Spielen durch und demütigten die Haie in nie erlebter Form. Mit 7:0 entschied der Rekordmeister die letzten drei Begegnungen zu seinen Gunsten. Auch in dieser Saison hatte Köln Probleme mit Berlin. Die Eisbären sind die einzige Mannschaft gegen die die Rheinländer noch nicht nach 60 Minuten gewonnen haben. Auf eigenem Eis verloren die Haie mit 3:7 und 0:1, auswärts gelangen zwei 4:3-Erfolge – allerdings erst nach Penalty-Schießen. Berlin startet trotz schlechterer Hauptrundenplatzierung aufgrund Kölns Sonderregel zu Hause (Spielbeginn 19 Uhr, live bei MagentaSport).

„Mit Köln wartet eine schwere Aufgabe auf uns. Aber wir werden bereit sein“, kündigt Berlins Trainer Serge Aubin an, der in seiner Zeit in der Hauptstadt weiter keine Playoff-Serie mit den Eisbären verloren hat. Im Viertelfinale rang der Meister Straubing in sechs Spielen nieder, Köln setzte sich gegen Schwenningen glatt in vier Spielen durch, hatte aber große Probleme mit den Wild Wings. Da die Defensive um Torhüter Janne Juvonen herausragte (nur fünf Gegentore), konnte es Köln verschmerzen, dass die offensive Leichtigkeit der Hauptrunde fehlte. Berlin konnte sich gegen die Tigers vor allem auf Star Ty Ronning verlassen, der an zehn der 16 Tore seiner Mannschaft im Viertelfinale beteiligt war.

Personell hofft Köln auf die Rückkehr des zuletzt fehlenden Ryan MacInnis. Mit Frederik Storm und Juhani Tyrväinen gingen zwei weitere Stürmer angeschlagen aus dem Viertelfinale heraus. Jake Hildebrand saß bei Berlin im sechsten Viertelfinale erstmals wieder als Backup auf der Bank. Für Korbinian Geibel, Blaine Byron und Patrick Khodorenko ist die Saison vorbei. 

Zum vierten Mal in den Playoffs stehen sich Mannheim und München gegenüber. Die jüngsten beiden Serie gingen an die Adler – zuletzt im Viertelfinale der vergangenen Spielzeit mit 4:2. „Dieses Mal wollen wir den Spieß umdrehen. Wir wissen, dass sie eine Top-Mannschaft haben, aber wir müssen uns nicht verstecken. Wir haben in den letzten Spielen gezeigt, wozu wir im Stande sind“, sagt Münchens Sportchef Christian Winker. Vor allem offensiv lief es für den EHC Red Bull in der knüppelharten Viertelfinalserie gegen Ingolstadt. Sagenhafte 31 Tore erzielte das Team in den sechs Partien.

In der Hauptrunde musste München in den vier Duellen drei Niederlagen einstecken. Beide Partien in Mannheim verloren die Bullen aber erst nach Penalty-Schießen jeweils mit 3:4. Auf eigenem Eis gewannen die Bayern die erste Begegnung mit 4:0, verloren das zweite Aufeinandertreffen mit 2:4. Zuletzt sah man sich aber noch vor der Olympiapause Ende Januar. Das erste Halbfinalduell steigt am Mittwoch um 19.30 Uhr in Mannheim (live bei MagentaSport und im Free-TV bei DF1).

„München ist ein sehr erfolgshungriges Team. Ich bin mir sicher, dass es in unserer Serie darum gehen wird, wer das eine Powerplay mehr nutzt, die eine Unterzahl mehr übersteht, wer das eine Bully mehr gewinnt“, glaubt Dallas Eakins, der mit seiner Mannschaft im Viertelfinale Bremerhaven in fünf Partien eliminierte. Der Adler-Trainer hofft auf die Rückkehr von Stürmer Anthony Greco („Die Situation entwickelt sich in eine positive Richtung“), für Brendan O’Donnell ist die Saison dagegen beendet. Auch Kevin Bicker fehlt schon lange. Der EHC Red Bull muss auf den für den Rest der Playoffs gesperrten Nationalverteidiger Fabio Wagner sowie Nationalgoalie Mathias Niederberger verzichten. Ob der zuletzt fehlende Kapitän Patrick Hager wieder zur Verfügung steht, ist offen. Stürmer Jeremy McKenna ist nach verbüßter Sperre wieder spielberechtigt.

Die Spiele im Überblick mit den Quoten von INTERWETTEN.DE

19.00 Berlin - Köln 2,30|4,00|2,60
19.30 Mannheim - München 2,10|4,10|2,85

(Stand: 07.04.2026, 17 Uhr)

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Notizen

  • vor 3 Tagen
  • NHL in der Nacht: Die St. Louis Blues rücken immer näher an die Wild-Card-Plätze heran. Nach dem 6:2-Sieg (3:2, 2:0, 1:0) bei den Anaheim Ducks liegen sie nur nur drei Zähler zurück. Die Philadelphia Flyers landeten ebenso einen Auswärtssieg: Sie gewannen 4:1 bei den N.Y. Islanders (2:0, 1:1, 1:0).
  • vor 4 Tagen
  • Tim Lutz (25) hat seinen Vertrag bei den Eispiraten Crimmitschau (DEL2) um ein Jahr verlängert. Der Angreifer konnte in der abgelaufenen Saison verletzungsbedingt lediglich in der Endphase vier Matches bestreiten und verzeichnete dabei einen Assist.
  • vor 4 Tagen
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten der möglichen Spiele 7 in den noch nicht entschiedenen Viertelfinalserien festgelegt. Der Showdown zwischen München und Ingolstadt am Ostermontag würde um 16.30 Uhr beginnen, der zwischen Straubing und Berlin um 19 Uhr.
  • vor 5 Tagen
  • Wojciech Stachowiak (26) ist nach seinem Trade in die Organisation der Detroit Red Wings weiter in Topform. Der Nationalstürmer verzeichnete am Mittwoch beim 5:0-Sieg der Grand Rapids Griffins in Rockford ein Tor sowie zwei Assists und steht nun bei sieben Punkten in den jüngsten drei Matches.
  • vor 9 Tagen
  • Stürmer Roman Zap wird die Höchstadt Alligators nach einer Saison verlassen. Das gab der Oberligist bekannt. Der 22-Jährige suche eine neue Herausforderung. In 56 Spielen erzielte Zap 15 Tore und verbuchte zudem 19 Assists.
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