Die Eisbären Berlin haben im Halbfinale gegen die Kölner Haie mit einem 6:3-Erfolg vorgelegt.
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Die Eisbären Berlin haben am Mittwochabend im Halbfinale der PENNY DEL gegen die Kölner Haie vorgelegt. Der amtierende Meister bezwang den Hauptrundensieger in einer besonders über 40 Minuten hinweg spektakulären Partie mit 6:3 und holte sich so den ersten Sieg in der Vorschlussrunde. Die Adler Mannheim rangen in einem intensiven Spiel derweil den EHC Red Bull München mit 3:2 nach Verlängerung nieder. Marc Michaelis erzielte den entscheidenden Treffer, zuvor hatte Goalie Maximilian Franzreb gleich mehrfach für die Adler gerettet.
Der gefeierte Mann in Berlin war am Mittwochabend insbesondere Youngster Moritz Kretzschmar. Der 19 Jahre alte Verteidiger erzielte beim 6:3-Erfolg der Eisbären gegen die Kölner Haie seine ersten beiden Treffer überhaupt in der DEL. Zudem kam Frederik Tiffels auf drei Vorlagen. Insgesamt zeigte sich Berlin schlichtweg effizienter als die Haie, sechs der 17 Schüsse aufs Tor waren erfolgreich. Köln brauchte derweil 36 Torschüsse für drei Treffer. In einer Partie, in der es von Beginn an kaum Verschnaufpausen gab, gelang Berlin der bessere Start. Adam Smith erwischte Haie-Goalie Janne Juvonen nach vier Minuten in der kurzen Ecke und brachte die Eisbären in Führung. Keine zwei Minuten später legte Kretzschmar mit seinem ersten Treffer überhaupt in der DEL für die Gastgeber nach. Köln brauchte dann ein Powerplay, um zu seinem ersten Tor im Halbfinale zu kommen. Valtteri Kemiläinen brachte den Hauptrundensieger wieder heran. In der Folge verpasste Marcel Noebels das 3:1 für die Eisbären, wenige Sekunden vor dem Drittelende hatte Frederik Storm die große Möglichkeit für den Haie-Ausgleich, vergab aber ebenfalls.
Und so war es wieder ein starker Drittelstart, der Berlin weiter nach vorne brachte. Zuerst scheiterte Noebels noch an Juvonen, beförderte die Scheibe dann aus der Luft am Goalie vorbei zum 3:1 über die Linie, ehe Jonas Müller nur 76 Sekunden später auf 4:1 erhöhte. Während Köln bei einem Lattenschuss von Oliver Kaski noch das 2:4 verpasste, war es dann Patrick Russell, der auf starke Vorarbeit von Juhani Tyrväinen in Unterzahl verkürzte. Lange hielt die Freude der Haie jedoch nicht, Berlins Verteidiger Kretzschmar stellte mit seinem zweiten DEL-Tor den Drei-Tore-Abstand wieder her. Im Schlussdrittel verteidigte Berlin gut, Köln ging sechs Minuten vor dem Ende ins Risiko, nahm Goalie Felix Brückmann, der in der zweiten Drittelpause für Juvonen gekommen war, vom Eis. Lester Lancaster traf dann zur Entscheidung ins leere Tor, ehe Gregor MacLeod den 3:6-Endstand aus Haie-Sicht herstellte.
Marc Michaelis und Goalie Maximilian Franzreb haben den Adler Mannheim den Weg zum 3:2-Erfolg nach Verlängerung gegen den EHC Red Bull München geebnet. In einer umkämpften Partie hatten die Adler den besseren Start. John Gilmour sorgte nach etwas mehr als vier Minuten auf Zuspiel von Justin Schütz und Marc Michaelis für die Mannheimer Führung. Ansonsten verhinderten die gut aufgelegten Goalies Franzreb und Antoine Bibeau mehrfach gute Gelegenheiten, der zweite Treffer fiel so erst kurz vor der ersten Drittelpause. Sieben Sekunden waren noch auf der Uhr, da besorgte Taro Hirose den Münchener Ausgleich. In einem offenen Spiel verpassten die Gäste zunächst bei Strafen gegen Justin Schütz (Haken), Lukas Kälble (Haken) sowie Alexander Ehl (hoher Stock) in Überzahl die Führung, zudem traf Taro Hirose bei einem Konter den Pfosten.
In Unterzahl verzog Tom Kühnhackl für die Adler freistehend derweil knapp. München schlug dann wieder kurz vor dem Ende zu. Niklaus Heigl sorgte nach 39 Minuten für die erste Führung der Red Bulls. Schnell im Schlussdrittel hatte Zach Solow die Adler-Antwort parat, stellte auf 2:2. Das einzige Mannheimer Powerplay in der regulären Spielzeit, Alberts Smits saß wegen Bandenchecks draußen, blieb ungenutzt und als Yasin Ehliz für München dann nur die Latte traf, ging es in die Overtime. Dort schnürten die Gäste die Adler teilweise im eigenen Drittel fest, hatten gleich eine ganze Reihe an hochkarätigen Möglichkeiten. Die besten vereitelte Franzreb mit einer sensationellen Parade gegen Patrick Hager. Wenig später musste der wegen Beinstellens auf die Strafbank, die Überzahl konnte Mannheim jedoch nicht für die Entscheidung nutzen. Die gab es dann einige Minuten später. Marc Michaelis hielt den Schläger in den Pass von Anthony Greco, sorgte nach 72 Minuten für den Siegtreffer und die 1:0-Serienführung der Adler.
Julian Kaiser