Die Eisbären verlangten dem klaren Favoriten alles ab, doch am Ende setzte sich die individuelle Qualität der Krefeld Pinguine durch.
Foto: Andreas Nickl
Der Halbfinal-Abend in der DEL2 brachte die erste Entscheidung – und weiterhin Hochspannung in der zweiten Serie. Während die Krefeld Pinguine mit einem souveränen 5:1-Auswärtssieg in Regensburg den Sweep perfekt machten und ins Finale einzogen, lieferten sich die Bietigheim Steelers und die Kassel Huskies erneut ein enges Duell. Mit einem 3:2-Heimerfolg glichen die Steelers die Serie aus und sorgten dafür, dass im Kampf um das zweite Finalticket weiter alles offen ist.
In Bietigheim lieferten die Steelers eine starke Antwort im Halbfinal-Duell mit den Kassel Huskies und glichen die Serie aus. Die Gastgeber waren von Beginn an die aktivere Mannschaft und setzten früh das erste Ausrufezeichen. Jack Dugan brachte die Ellentaler bereits in der dritten Minute in Führung und war einmal mehr Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel.
Auch im weiteren Verlauf blieb Bietigheim tonangebend. Mit viel Tempo und insgesamt 40 Torschüssen erspielten sich die Hausherren ein klares Chancenplus. Arne Uplegger erhöhte im Mitteldrittel verdient auf 2:0, ehe Bastian Eckl im Schlussabschnitt scheinbar für die Vorentscheidung sorgte und auf 3:0 stellte. Doch Kassel gab sich nicht geschlagen und kam spät noch einmal zurück. Yannik Valenti verkürzte zunächst, ehe die Huskies in der Schlussminute durch einen weiteren Treffer noch einmal für Spannung sorgten. Die Steelers brachten den knappen Vorsprung jedoch über die Zeit und sicherten sich einen hart erarbeiteten 3:2-Erfolg. Damit verpasst Kassel den zweiten Auswärtssieg der Serie, während Bietigheim zum 2:2 ausglich.
In Regensburg machten die Krefeld Pinguine kurzen Prozess und sicherten sich mit einem souveränen Auswärtssieg den Finaleinzug. Der Hauptrundenmeister wurde seiner Favoritenrolle einmal mehr gerecht und ließ den Eisbären über weite Strecken kaum eine Chance. Zwar hielt Regensburg kämpferisch dagegen, doch Krefeld präsentierte sich erneut äußerst abgeklärt und effizient.
Den Grundstein legten die Gäste bereits im ersten Drittel, als Alexander Weiß kurz vor der Pause die Führung erzielte. Direkt nach Wiederbeginn erhöhten Philip Gogulla und Tim Schütz innerhalb weniger Minuten auf 3:0 und brachten die Partie früh auf ihre Seite. Spätestens im Schlussdrittel war die Entscheidung gefallen: Jon Matsumoto und Max Newton bauten die Führung weiter aus und sorgten endgültig für klare Verhältnisse.
Der Ehrentreffer der Gastgeber durch Donát Péter blieb nur noch Ergebniskosmetik. Trotz eines engagierten Auftritts der Eisbären, die sich gegen das drohende Aus stemmten, setzte sich am Ende die Qualität und Konstanz der Pinguine durch. Mit dem 5:1-Erfolg entscheidet Krefeld die Serie souverän mit 4:0 für sich und zieht verdient ins Finale der DEL2 ein.
Sören Mundt