James Hagens, hier noch im Trikot der Providence Bruins, steuerte bei seinem NHL-Debüt einen Assist zu Bostons 3:2-Sieg in Columbus bei.
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Die Boston Bruins haben in der NHL den nächsten Sieg eingefahren und sind auf den ersten Wild-Card-Platz vorgerückt. Das Team von Trainer Marco Sturm setzte sich am Sonntag mit 3:2 bei den Columbus Blue Jackets durch, deren Playoff-Chancen dadurch erheblich schrumpften. Während Superstar David Pastrnak diesmal blass blieb, trumpften die Rollenspieler bei den Bruins stark auf. Sean Kuraly steuerte gegen seinen Ex-Club ein Tor und zwei Assists bei. Jeweils ein Tor und eine Vorlage gelangen auch Mark Kastelic und Verteidigier Henri Jokiharju. Ein gelungenes NHL-Debüt feierte zudem James Hagens. Der 19-jährige US-Stürmer, von den Bruins 2025 an Position sieben gedraftet, verbuchte beim Jokiharju-Treffer zum 2:1 seinen ersten Assist. Hagens hatte erst am vergangenen Mittwoch seinen Einstiegsvertrag unterzeichnet, nachdem er zuvor am Boston College in der NCAA eine herausragende Saison absolviert und auch bei einem Abstecher in die AHL zu den Providence Bruins überzeugt hatte. In etwas über zwölf Minuten Einsatzzeit blieb der deutsche Nationalstürmer Lukas Reichel hingegen zum fünften Mal nacheinander ohne Scorer-Punkt.
Die Bruins zogen damit in der Tabelle an den Ottawa Senators vorbei, die bei den New Jersey Devils mit 3:4 nach Verlängerung unterlagen. Bei den ebenfalls bereits für die Playoffs qualifizierten Senators verzichtete Coach Travis Green auf den Einsatz mehrerer Leistungsträger. So kam neben Jake Sanderson und Brady Tkachuk auch Tim Stützle nicht zum Einsatz. Dennoch wandelte Ottawa im Mitteldrittel einen 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung um. Am Ende setzten sich jedoch die Devils dank eines Overtime-Treffers von Nico Hischier durch.
Mit den New York Islanders schied unterdessen auch das dritte Team aus dem Big Apple nach den New York Rangers und den Devils aus dem Playoff-Rennen aus. Erstmals in der Geschichte der NHL sind damit alle New Yorker Teams in derselben Saison vorzeitig gescheitert. Die Islanders verspielten ihre letzte Chance durch eine 1:4-Niederlage gegen die Montreal Canadiens, bei denen der österreichische Verteidiger David Reinbacher nach der Verletzung von Noah Dobson sein NHL-Debüt feierte. Montreals Top-Center Nick Suzuki knackte mit einem Tor und einem Assist erstmals die 100-Punkte-Marke.
Dagegen wahrten die Washington Capitals mit einem 3:0-Heimsieg gegen die Pittsburgh Penguins ihre Resthoffnung auf das Erreichen der Playoffs. Nach dem Spiel kam es zu einer kuriosen Szene. Die Spieler der Pittsburgh Penguins waren auf dem Eis geblieben, um Alex Ovechkin die Hand zu schütteln. Doch Washingtons Superstar, dessen schillernde NHL-Karriere nach dieser Saison womöglich endet, schickte die Penguins gestenreich vom Eis. Ein Signal, dass der 40-Jährige auch in der kommenden Saison für die Capitals stürmen wird, war das aber nicht unbedingt. Viel wahrscheinlicher ist, dass Ovechkin fest an den Playoff-Einzug seines Teams glaubt. Der Gegner in der ersten Runde wäre dann: Pittsburgh.
Siegmund Dunker
Die Spiele in der Übersicht:
Washington - Pittsburgh 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)
New York Islanders - Montreal 1:4 (0:0, 0:3, 1:1)
Columbus - Boston 2:3 (1:1, 0:1, 1:1)
New Jersey - Ottawa 4:3 n.V. (2:0, 0:3, 1:0, 1:0)
Anaheim - Vancouver 3:4 n.V. (1:2, 0:0, 2:1, 0:1)
Calgary - Utah 4:1 (2:0, 0:0, 2:1)