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Dienstag, 14. April 2026

Vor der Heim-WM Schweiz: Nationaltrainer Patrick Fischer gibt gefälschtes Covid-Zertifikat im Jahr 2022 zu

Patrick Fischer trainiert die Schweizer Herren-Nationalmannschaft bereits seit Dezember 2015.
Foto: City-Press

Einen Monat vor der Eishockey-WM 2026 in der Schweiz sorgt im Lager der Eidgenossen eine Meldung für großes Aufsehen. In einer vom Schweizer Eishockeyverband veröffentlichten Erklärung gibt Nationaltrainer Patrick Fischer ein gefälschtes Covid-Zertifikat zu. In dem Statement heißt es unter anderem: „Unser Head Coach Patrick Fischer ist im Jahr 2022 ohne Wissen der Swiss Ice Hockey Federation sowie von Swiss Olympic mit einem Zertifikat an die Olympischen Spiele gereist, das eine Covid-Impfung attestierte, obwohl diese nicht vorlag. Er wurde dafür im Jahr 2023 als Privatperson verurteilt und hat die daraus resultierenden Konsequenzen vollumfänglich getragen.“

Fischer sagt in seiner Stellungnahme: „Ich möchte im Vorfeld der Heim-WM eine persönliche Angelegenheit ansprechen. Vor den Olympischen Winterspielen in Peking bin ich unter Verwendung eines nicht gültigen Covid-Impf-Zertifikats nach China eingereist. Die Swiss Ice Hockey Federation, Swiss Olympic sowie mein Umfeld hatten davon keine Kenntnis. Bis auf diesen Vorfall habe ich mich immer ans geltende Recht gehalten und bin mir meiner Vorbildrolle bewusst. Es tut mir sehr leid, wenn ich mit dieser Situation Menschen enttäuscht habe. Ich befand mich in einer aussergewöhnlichen persönlichen Notlage, da ich mich nicht impfen lassen wollte. Gleichwohl wollte ich mein Team an den Olympischen Spielen auf keinen Fall im Stich lassen. Ich erkenne, dass ich in dieser Angelegenheit einen schweren Fehler gemacht habe. Ich stehe dafür gerade und übernehme die volle Verantwortung. Die daraus resultierenden Konsequenzen habe ich getragen und die Busse beglichen.“

Laut SIHF-Präsident Urs Kessler muss Patrick Fischer keine weiteren Konsequenzen befürchten: „Wir als Verband haben dies zur Kenntnis genommen und finden es anerkennenswert, dass Patrick Fischer diesen Schritt an die Öffentlichkeit geht und seinen Fehler klar einräumt. Dies zeigt persönliche Verantwortung und Grösse. Wir haben die Thematik eingehend mit 'Fischi' besprochen. Er hat die entsprechenden Konsequenzen getragen. Für uns ist die Angelegenheit damit abgeschlossen.“


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Notizen

  • vor 16 Stunden
  • Der DEB beschreitet mit dem Jahrgang 2011 neue Wege in der Nachwuchsarbeit. Erstmals tritt eine U15-Perspektivmannschaft in einem internationalen Turnier an. Vom 15. bis 19. April 2026 messen sich die deutschen Nachwuchsspieler in Salzburg (Österreich) mit vier weiteren Teams.
  • gestern
  • Santeri Haarala, zweitbester Punktesammler des Nord-Oberligisten TecArt Black Dragons Erfurt, geht in den kommenden Monaten für die Newcastle Northstars in Australien auf Torejagd. Die Saison in Down Under startet am 17. April und endet am 30. August 2026.
  • vor 2 Tagen
  • Der EC Peiting kann weiter auf einen seiner wichtigsten Angreifer zählen: Thomas Heger verlängert seinen Vertrag beim Süd-Oberligisten für die kommende Spielzeit. Der 28-Jährige sammelte für Peiting 2025/26 in 55 Einsätzen 55 Punkte und erzielte insgesamt 29 Tore.
  • vor 3 Tagen
  • Der langjährige DEL-Verteidiger Dylan Yeo beendet seine Karriere. Sein letzter Club, die Dragons de Rouen (Frankreich), gaben dies in Folge ihres Halbfinal-Aus bekannt. Der 39-jährige Yeo hatte für die Straubing Tigers, die Iserlohn Roosters und die Schwenninger Wild Wings gespielt.
  • vor 4 Tagen
  • Die Stuttgart Rebels aus der Oberliga Süd haben bestätigt, dass Angreifer Reagan Poncelet wie geplant sein zweites Vertragsjahr auf der Waldau antreten wird. 2025/26 kam der 27-jährige Kanadier auf drei Tore und acht Assists in 27 Partien.
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