Die Matchwinner der Philadelphia Flyers: Defender Travis Ranheim und Youngster Porter Martone sorgten in der Schlussphase für die entscheidenden Tore beim Auftaktsieg bei Erzrivale Pittsburgh.
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Die Minnesota Wild haben zum Auftakt der NHL-Playoffs 2026 ein Ausrufezeichen gesetzt – jedoch ohne Nico Sturm. Der deutsche Nationalstürmer war, wie schon in der Endphase der Hauptrunde häufig, überzählig beim 6:1-Kantersieg in Dallas, mit dem die Wild in einem der Top-Duelle der ersten Runde prompt den Heimvorteil klauten. Joel Eriksson Ek und Matt Boldy trafen jeweils doppelt für Minnesota, während Jesper Wallstedt, der im Wild-Gehäuse etwas überraschend den Vorzug vor Filip Gustavsson erhalten hatte, 27 Schüsse parierte.
Eine unerwartete Torhüter-Entscheidung gab es am Samstag auch in Raleigh: Die heimischen Carolina Hurricanes setzten auf Frederik Andersen statt auf Youngster Brandon Bussi – und der in der laufenden Saison oft formschwache Routinier Andersen zahlte das Vertrauen mit einem Shutout (22 Saves) zurück. Beim 2:0-Erfolg über die Ottawa Senators machte Andersens Gegenüber Linus Ullmark dagegen bei beiden Gegentoren nicht die glücklichste Figur, für beide Treffer sorgte die Angriffsreihe mit Taylor Hall, Logan Stankoven und Jackson Blake. Bei den Senators erhielt Tim Stützle mit mehr als 23 Minuten die mit Abstand meiste Eiszeit aller Stürmer, in einem umkämpften Match mit wenigen Räumen für beide Teams erspielte sich Ottawa indes nur wenige Hochkaräter.
Im Pennsylvania-Derby haben die Philadelphia Flyers derweil nahtlos an ihren imposanten Hauptrunden-Schlussspurt angeknüpft und mit einem 3:2-Auswärtssieg den Pittsburgh Penguins den Heimvorteil abgenommen. Den verdienten Erfolg tüteten Philadelphia in der Endphase durch Treffer von Travis Sanheim (51.) sowie Rookie Porter Martone (58.; siehe Video) ein, Bryan Rost konnte für Pittsburgh nur noch verkürzen. Die in der Regular Season so offensivstarken Penguins taten sich gegen die disziplinierten Flyers enorm schwer und kamen nur auf 17 Torschüsse, Philadelphias Head Coach Rick Tocchet lobte sein Team dementsprechend: „Wir haben clever gespielt.“
Stefan Wasmer