War zwei Jahre lang Trainer der Kassel Huskies: Todd Woodcroft
Foto: Jan-Malte Diekmann
Nach übereinstimmenden Medienberichten, unter anderem von der HNA und X-Insider RinkRat am Sonntag, hat Trainer Todd Woodcroft keine Zukunft bei DEL2-Vizemeister EC Kassel Huskies. Erst am Freitag war der nächste Anlauf der Nordhessen auf die PENNY DEL gescheitert, im Finale setzte es eine deutliche 0:4-Niederlage gegen Meister Krefeld Pinguine. Der Kanadier Woodcroft hatte in Kassel zur Saison 2024/25 übernommen. In seiner ersten Saison folgte auf Platz eins in der Hauptrunde (101 Punkte) ein Halbfinalaus gegen den späteren Meister Dresden, im zweiten Anlauf nun die erneute Ernüchterung gegen Champion Krefeld.
Schon im Laufe der Saison 2025/26 war Woodcroft – inmitten einer weiteren erfolgreichen Hauptrunde – in die Kritik geraten. Besonders, weil das Spiel der Huskies trotz der enormen Möglichkeiten der Nordhessen eher selten spektakulär wär. Huskies-Geschäftsführer Derek Dinger sagte im Dezember 2025 gegenüber der HNA: „Wir führen ganz und gar keine Trainerdiskussion. Im Gegenteil. Wir stehen in der Tabelle sehr gut da und Woodcroft ist ein hervorragender Trainer, mit dem wir vertrauensvoll und konstruktiv zusammenarbeiten.“ Und Sportdirektor Daniel Kreutzer betonte im Interview mit Eishockey NEWS (erscheint in Print-Ausgabe 18) unmittelbar nach der verlorenen Finalserie: „Was die Trainerposition angeht, ist es noch zu früh, darüber eine Aussage zu treffen. Grundsätzlich sind wir mit dem, was die Trainer geleistet haben, sehr zufrieden.“
Nun ist die Entscheidung indes offenbar bereits gefallen: Woodcroft soll die Huskies verlassen, der bisherige Co-Trainer Petteri Väkiparta übernehmen. Der Finne kennt die DEL2 unter anderem als Cheftrainer der Lausitzer Füchse (Januar 2022 bis 2024), zuvor arbeitete der 48-Jährige auch als Co-Trainer in Wolfsburg, Schwenningen und Finnland (Espoo Blues). In Weißwasser schuf Väkiparta, der bei Pressekonferenzen und Interviews stets einen gewieften Spruch auf den Lippen hat, ein absolutes Bollwerk. In der Saison 2023/24 kassierten die Füchse unter Väkiparta in der Hauptrunde die wenigsten Tore (123) der Liga. Heißt auch: Väkiparta gilt als Defensivspezialist; steht eher für Stabilität als Spektakel. Ob das den Huskies-Fans auch mittel- bis langfristig gefällt, wird sich zeigen.
Tim Heß