Julian Chrobot bereitete die ersten beiden deutschen Tore beim 3:1-Testspielsieg gegen die Slowakei vor.
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Mit zwei Torvorlagen betrieb Stürmer Julian Chrobot beim 3:1-Testspielsieg der DEB-Auswahl gegen die Slowakei am Samstag in Augsburg Werbung in eigener Sache. Nach dem Spiel schilderte der 26-Jährige von den Grizzlys Wolfsburg seine Eindrücke.
Im Vergleich zur ersten Vorbereitungsphase war das Spiel ein größerer Fortschritt. Würden Sie das auch so interpretieren?
Julian Chrobot: „Ich denke, dass wir auch schon in Tschechien gute Spiele gezeigt haben, aber jetzt in den Spielen gegen die Slowakei hat unser Zusammenspiel noch besser funktioniert.“
Es fiel auf, dass am Samstag der Start besser verlief als noch im ersten Spiel am Donnerstag in Kaufbeuren. Worauf habt ihr besonders geachtet?
Chrobot: „Wir hatten darüber gesprochen, dass wir im ersten Spiel 40 Minuten gutes Eishockey gespielt haben, wir aber einen besseren Start benötigen. Wir haben die Scheiben schneller ins gegnerische Drittel bekommen, haben nicht gleich verrückte Spielzüge gemacht, sondern einfaches, smartes Eishockey gespielt. Das hat gut geklappt.“
Dieses einfache, smarte Eishockey war auch bei den ersten beiden Toren zu sehen, bei denen Sie die Vorlage lieferten. Ist es genau das, was der Trainer von Ihnen sehen will?
Chrobot: „Ich denke schon, wobei wir die Treffer als Team auch sehr gut herausgespielt haben. Beim ersten Tor gewinnt Tim Fleischer den Zweikampf an der Bande. Das sind die Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Die anderen Spieler laufen sich dann auch gut frei und machen es mir dadurch leicht.“
Sie sind auf viele neue Gesichter getroffen, die Sie vom Club her noch nicht kannten. Wie schwierig ist es, da hineinzufinden und Chemie zu entwickeln?
Chrobot: „Es fiel mir persönlich gar nicht schwer. In der Nationalmannschaft sind super Jungs, die mich super aufgenommen haben.“
Es wird oft darüber gesprochen, dass international alles noch einmal einen Tick schneller ist im Vergleich zur DEL. Würden Sie das genauso bewerten?
Chrobot: „Ja, auf jeden Fall. Die Qualität ist ein Stück weit besser, was auch die Geschwindigkeit erhöht. Auf der anderen Seite boten die vielen Powerbreaks genügend Zeit zum Durchschnaufen.“
Mit welchen Zielen gingen Sie persönlich in die WM-Vorbereitung?
Chrobot: „Als ich vor Phase eins den Anruf bekommen hatte, habe ich mir gesagt, dass ich in jeder Phase einfach mein Bestes geben möchte. Ich wollte nicht zu weit in die Zukunft schauen, sondern mich einfach im Moment von meiner besten Seite zeigen. Ich habe nicht erwartet, dass ich zwei Phasen lang dabei bin. Nun will ich natürlich auch in der dritten Phase dabei sein.“
Interview: Sebastian Groß