Darian Rolsing und der DEB hatte, wie schon im Foto gezeigt beim Hlinka Gretzky Cup, gegen die USA wenig zu bestellen.
Foto: Terka Sabova/HockeySlovakia
Am Mittwoch, 10 Uhr, geht es für die deutsche U18-Nationalmannschaft in Trencin (Slowakei) um den Klassenerhalt in der Top-Division der Weltmeisterschaft. Nach der dritten Niederlage im vierten Gruppenspiel steht nun das Relegationsspiel an. Gegner ist das Schlusslicht der Parallelgruppe, Norwegen.
Gegner Norwegen hat all seine Gruppenspiele hoch verloren (mit zumindest fünf Toren Differenz) und ist mit 28 Gegentoren bisher die Schießbude der WM. Doch auch die DEB-Auswahl hat sich bis auf die kämpferisch überzeugende Leistung gegen Tschechien, in der ein Sieg nach Verlängerung heraussprang, bisher nicht mit Ruhm bekleckert. Das in jeder Form deutliche 2:11 gegen die USA zeigte viele Baustellen auf - und etwaig Übermotivation, die sich in Strafzeiten verwandelte. U18-Bundestrainer Andreas Becherer meint: „Jetzt ist es wichtig, das Spiel sofort abzuhaken. Wir haben unsere Lehren aus den Vorrundenspielen gezogen. Wie wir damit umgehen, wird entscheidend sein, wie wir im Relegationsspiel auftreten.“
Statistiken zu bemühen macht in diesem Falle wenig Sinn, spielten die Rivalen bisher in zwei verschiedenen Gruppen. Der Gegner hat zwei vermeintliche Vorteile. Zum einen kann er am Standort Trencin bleiben, während die DEB-Auswahl bisher bei der WM in Bratislava spielte. Zum anderen sind die Norweger, von denen viele zur Eishockey-Ausbildung nach Schweden gewechselt sind, ein Relegationsspezialist. Zuletzt schafften sie über diese Do-or-die-Runde dreimal in Folge den Klassenerhalt. Darunter 2023, als sie die deutsche Auswahl mit 6:1 in die Division I hinab schickten. Dieses Szenario gilt es diesmal aus deutscher Sicht zu vermeiden. Es braucht kühle Köpfe.
Martin Wimösterer