Nikola Gajovsky
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Jetzt knackt Nikola Gajovsky den nächsten Rekord bei den Eisbären Regensburg (DEL2) doch nicht mehr. Der 39-jährige Rekordscorer und Kapitän beendet seine Karriere nach elf Spielzeiten im EVR-Trikot und wird ab sofort als Jugendtrainer im Einsatz sein. Elf Spiele hatten dem Deutsch-Tschechen und Vater zweier Töchter noch gefehlt, um nach Einsätzen mit Günther Dörfler (579 Spiele) gleichzuziehen.
Die Spitze der Regensburger Allzeit-Scorerliste hatte der Mann mit der Rückennummer 69 ja mit am Ende 679 Punkten schon länger erobert. Sein Tor zum 1:0 am 27. März in Spiel 5 der Viertelfinalserie gegen Rosenheim wird als 250. und letztes Gajovsky-Tor in die Geschichte eingehen. Wobei der Stürmer, der als Top-Scorer in Regensburg anfing, kurzzeitig zum Verteidiger umgeschult werden sollte und zuletzt auch klaglos seine Rolle in der vierten Reihe spielte, Notdienst nicht ausschließt. „Wenn Sie mich wollen, kann ich dann vielleicht helfen.“
Denn fit halten will sich Nikola Gajovsky. „Ich will nicht in einem Jahr 20 Kilo mehr haben. Ich muss ja Vorbild sein“, sagt der Stürmer, der im Nachwuchs wieder auf seinen kongenialen Eispartner Richard Divis und seinen Ex-Mitspieler Andre Bühler trifft. Gajovsky wird das machen, was er so ästhetisch aufs Eis brachte: Er kümmert sich um die Jüngsten der U7 und U9 sowie der Laufschule und ist vor allem für die Talente der U11 verantwortlich. „Ein U17 oder U20 wollte ich nicht sofort. Sonst mache ich Fehler, die ich nicht machen will.“
Nikola Gajovsky war seit 2015 einer der Garanten der Regensburger Erfolge und prägte das Eishockey der Eisbären maßgeblich. Statistiken aber waren ihm stets unwichtig. „Das sind Zahlen, das ist etwas für die Fans, auch wenn ich natürlich stolz bin“, sagt Gajovsky und packte es stets in ein Bild. „Statistik ist wie ein Bikini: Sie zeigt viel, aber nicht alles.“
Claus-Dieter Wotruba