Zdeno Chara.
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107 Strafminuten verhängten die Schiedsrichter beim 4:3-Revanche-Erfolg der Vancouver Canucks in Boston. Nach nur knapp vier Minuten haben sich die seit dem Stanley-Cup-Finale aufgestauten Emotionen bereits entladen. In einer Keilerei gerieten unter anderem Vancouvers Dale Weise und Alexandre Burrows mit Bostons Nathan Horton, Shawn Thornton und Milan Lucic aneinander. Im späteren Verlauf der Begegnung gab es einen weiteren Fight zwischen Maxim Lapierre und Gregory Campbell sowie eine Spieldauerstrafe für Bostons Top-Scorer Brad Marchand.
Trotzdem wurde auch noch gutes Eishockey gespielt. Canucks-Youngster Cody Hodgson war mit seinen beiden Treffern der Matchwinner für Vancouver. Die Canucks drehten die Partie nach einem 1:2-Rückstand. Vancouvers Goalie Cory Schneider war mit 36 Paraden ebenfalls maßgeblich an der gelungenen Revanche für die bittere Stanley-Cup-Pleite beteiligt. Durch den Sieg verteidigen die Canucks Platz eins in der Western Conference.
Im direkten Duell zwischen den Tabellenvierten und Fünften im Osten behielten die Philadelphia Flyers die Oberhand. Daniel Briere erzielte alle drei Treffer gegen die Gäste aus Ottawa. Den 3:2-Gamewinner markierte der Flyers-Angreifer sechs Sekunden vor dem Ende der Verlängerung. Für Philadelphia war es der zweite Sieg in Folge ohne den verletzten Jaromir Jagr.
Die Edmonton Oilers rutschen immer weiter ab im Westen. In Dallas setzte es eine klare 1:4-Niederlage. Jamie Benn und Mike Ribeiro trafen jeweils doppelt für die Stars, die nach zwei Siegen in Folge wieder einen Play-off-Rang im Westen erobern konnten.
Beim 3:1-Heimerfolg der Calgary Flames über Minnesota erzielte Jarome Iginla sein 500. NHL-Tor (in der Vorrunde). Außerdem markierte am Samstagabend Coyotes-Angreifer Shane Doan seinen ersten NHL-Hattrick überhaupt. Beim 5:1-Sieg von Phoenix über die New York Islanders traf Doan dreimal. Obwohl der Kapitän der Coyotes schon 308 NHL-Tore erzielt hat, war ihm noch nie ein Hattrick gelungen.
Sebastian Groß