Jonathan Quick soll die Kings ins Stanley-Cup-Finale führen.
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Schon jetzt steht fest: Sowohl Kings-Goalie Jonathan Quick als auch Coyotes-Torhüter Mike Smith haben eine herausragende Saison gespielt. Es bleibt jedoch die Frage, welcher der beiden Goalies sich mit dem Einzug ins Stanley-Cup-Finale belohnt?
Mike Smith trumphte nach einer soliden Vorrunde in den Play-offs so richtig auf. Mit einem Gegentorschnitt pro Spiel von 1,77 und einer Fangquote von 94,8 % hatte Smith großen Anteil am Erreichen des Conference-Finals. Die Coyotes warfen zunächst den Champion von 2010, die Chicago Blackhawks, aus dem Rennen und dann die von vielen Experten als Geheimtipp gehandelten Nashville Predators.
Kings-Torhüter Jonathan Quick zeichnete sich schon in der Vorrunde als "Mr. Shut-out" aus. Zehnmal spielte der 26-Jährige in der NHL-Hauptrunde zu null. Das Team aus Los Angeles musste nur deshalb so lange um die Play-off-Teilnahme zittern, weil in der Offensive zu wenig Tore erzielt wurden. In den Play-offs brachte Quick mit seinen Paraden sowohl die Stürmer der Vancouver Canucks als auch die der St. Louis Blues zum Verzweifeln. Die achtplatzierten Kings schalteten somit den Ersten und den Zweiten der Western Conference aus.
Mit einer Fangquote von 94,9 % und einem Gegentorschnitt von 1,55 pro Partie kann Quick sogar noch sein Gegenüber Mike Smith aus Phoenix hinter sich lassen. Kings-Kapitän Dustin Brown fasste die Situation vor dem Conference-Finale im Westen zusammen: "Für beide Teams waren ihre Torhüter bisher die besten Spieler. Deshalb müssen wir versuchen, Mike Smith das Leben so schwer wie möglich zu machen." Der Fokus beider Teams wird also darauf liegen, dem gegnerischen Goalie die Sicht zu nehmen. Das Duell zwischen den Coyotes und den Kings startet am Sonntag, den 13. Mai in Glendale, Arizona.
Am Rande: Die Anaheim Ducks haben den Vertrag mit Chefcoach Bruce Boudreau, seit November 2011 in Anaheim, über zwei Jahre verlängert. Boudreau heuerte nach seinem Rauswurf in Washington bei den Ducks an. Die Philadelphia Flyers hoffen weiter auf eine Rückkehr von Kapitän Chris Pronger zur neuen Saison. Pronger fällt seit Mitte November aufgrund einer Gehirnerschütterung aus. Auch wenn sich an seinem Gesundheitszustand bisher kaum eine Besserung erkennen ließ, wollen die Flyers weiter abwarten, wie sich Prongers Probleme über den Sommer entwickeln.
Sebastian Groß