Foto: Horlamus
Nur noch acht Tage bis zum DEL Winter Game am 5. Januar 2013 zwischen den Thomas Sabo Ice Tigers und den Eisbären Berlin. In diesen Tagen verwandelt sich das Stadion Nürnberg, sonst die Heimat des Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg, für das erste Freiluftspiel in der Geschichte der DEL in eine riesige, 50.000 Zuschauer fassende Eishockey-Arena. Der Umbau ist in vollem Gange.
Bereits seit dem 12. Januar laufen im Stadion die Aufbauarbeiten. Noch vor Weihnachten wurde die Eisfläche installiert, Eis ist bereits vorhanden. Nach den Weihnachtsfeiertagen wurden am Donnerstag die Arbeiten wieder aufgenommen. Die Außenbeplankung, das Bandenglas und die Spielerbänke wurden installiert, gleichzeitig wurden 15.000 Quadratmeter weißer Teppich angeliefert, mit dem der Rasen im Stadion verdeckt wird.
Insgesamt vier Wochen, von der ersten Materialanlieferung am 12. Dezember bis zum vollständigen Rückbau der Eisfläche am 12. Januar ist das Stadion Nürnberg durch das DEL Winter Game belegt. Zehn verschiedene Firmen sind allein am Aufbau beteiligt. In sechs Sattelschleppern und sieben weiteren LKWs wurde das Material für die Erstellung der Eisfläche samt Unterboden angefahren. Für die Eistechnik ist dieselbe österreichische Spezialfirma zuständig, die 2010 das Eis beim Eröffnungsspiel der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Veltins-Arena bereitet hatte.
2.500 Quadratmeter Holzkonstruktion bilden den Unterboden für die Eisfläche, die beim Spiel laut den Veranstaltern eine Stärke von 7 cm aufweisen wird. Das Eis wird auf -10° C gekühlt und soll selbst bei einer Außentemperatur von bis +15° C noch bespielbar sein. Dafür kommen drei Kältemaschinen zum Einsatz, die in einem Abstand von 150 Metern zum Eisring ihr Werk verrichten. Umgeben wird die Eisfläche von einer Bandenkonstruktion dessen Stärke 15 mm beträgt.
Erstmals wird es für die TV-Produktion durchsichtige Kurvenelemente geben, die den Zuschauern am Bildschirm ganz neue Einblicke geben werden. Zum Einsatz kommen 25 hochmoderne TV-Kameras, davon neun Spezialkameras, die bisher nur bei Olympischen Spielen oder Fußball-Weltmeisterschaften im Einsatz waren, so z. B. eine Live-Kamera im Hubschrauber sowie erstmals im europäischen Eishockey eine Antelope Highspeed Kamera für Zeitlupenaufnahmen. Für die Produktion werden über 30 Kilometer Kabel im Stadion verlegt. Insgesamt 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantworten bei Servus TV den reibungslosen Produktionsablauf.
Laut Plan soll die Eisfläche am Sonntag übergeben werden. Alle Linien, Untereiswerbung und die Bandenwerbung sollen bis dahin installiert worden sein, so dass die Mannschaften in der Woche vor dem Spiel auch noch genügend Zeit haben, sich in Trainingseinheiten auf das Spiel vorzubereiten. Die Wetterprognose ist für die Tage vor dem Spiel bisher wenig erfreulich. Es soll am Dienstag und Mittwoch regnen. Immerhin sollen die Temperaturen bis zum Samstag wieder etwas fallen.