Kapitän Gert Acker hält seinen EHC Klostersee am Leben
Foto: Schindler
UPDATE. Der vierte Sieg ist in den Playoffs immer der Schwierigste. Diese Erfahrung mussten auch die Bayreuth Tigers am Dienstag Abend in Grafing machen. Mit 4:3 nach Verlängerung gelang dem EHC Klostersee der erste Sieg in der Best-of-Seven-Serie, verkürzte damit auf 1:3 und erzwang Spiel fünf am Freitag in Bayreuth.
3:1 führen nun auch die Tölzer Löwen in der Serie gegen den EC Peiting. Am Dienstag siegten die Löwen mit 4:1 in Peiting und haben am Freitag in Spiel fünf Heimrecht. Zurück in der Serie sind auch die Freiburger Wölfe, die in Füssen mit 5:3 gewannen und in der Serie nun den 2:2-Ausgleich herstellen konnten.
In den Playdowns sorgten die Schweinfurt Mighty Dogs für die große Überraschung, siegten in Regensburg mit 3:1 und gingen in der Serie mit 2:1 in Führung. Das in der Punkterunde abgeschlagene Schlusslicht könnte somit am Freitag den Klassenerhalt perfekt machen. Den Heimvorteil nutzte dagegen Deggendorf Fire, das sich in der Verlängerung mit 4:3 über die Blue Devils Weiden durchsetzte und in der Serie nun mit 2:1 führt.
Spannung pur in Grafing. In der regulären Spielzeit ging Bayreuth auch dank seiner Powerplaystärke dreimal in Führung, beide Powerplayreffer erzielte Michal Bartosch, Tor Nummer drei ging auf Top-Torjäger Andreas Geigenmüller. Doch Klostersee stemmte sich vehement gegen den Sweep, gegen das vorzeitige Ausscheiden nach nur vier Spielen. Rafael Kaefer und Ben Warda mit zwei Treffern sorgten dreimal für den Ausgleich. Die Entscheidung fiel erneut in der Verlängerung: Kapitän Gert Acker war es vorbehalten in der 72. Minute den 4:3-Siegtreffer zu erzielen. Klostersee ist wieder im Rennen.
Die Tölzer sind im Playoff-Modus warm gelaufen. Beim 4:1 in Peiting gelang der dritte Sieg in Folge, obwohl sie Verteidiger Dennis Neal mit einer Matchstrafe kurz vor Ende des ersten Drittels beim Stand von 1:0 für Tölz verloren. Die Löwen überstanden nicht nur die Unterzahl, sondern sorgten mit zwei weiteren Treffern bis Mitte des Spiels schon für die Vorentscheidung. Peiting warf im Schlussabschnitt alles nach vorn, kam durch Manfred Eichberger auch zum Anschlusstreffer, aber zu mehr reichte es nicht. Thomas Schenkel setzte mit einem Empty-Net-Goal 18 Sekunden vor Spielende den Deckel auf die Partie.
Es bleibt dabei: in der Serie Freiburg gegen Füssen gewinnen nur in die Auswärtsmannschaften. Mit 5:3 gelang dem EHC Freiburg nun schon der vierte Auswärtssieg der Serie. Knackpunkt des ausgeglichenen Spiels war beim Stand von 2:2 die Spieldauerstrafe gegen Freiburgs Julian Airich in der 50. Minute. Zwar gelang John Gordon in Überzahl zunächst das 3:2 für Füssen, doch nur zwei Minuten später sorgte der Shorthander von Nikolas Linsenmaier zum 3:3 für Nervenflattern beim Altmeister. Enrico Saccomani und in der Schlussekunde Patrick Vozar drehten eine schon verloren geglaubte Partie.
Lange Gesichter und Riesenenttäuschung in Regensburg. Vor knapp 1.700 Zuschauern musste sich der EVR den Schweinfurtern mit 1:3 geschlagen geben. In der fairen Partie nutzte Schweinfurt die einzig doppelte Überzahlsituation zur 1:0-Führung und Igor Filobok, der doppelt traf, legte nur 90 Sekunden später das 2:0 nach. Zwar hielt der schnelle Anschlusstreffer von Chris Capraro die Hoffnungen des EVR aufrecht, doch an Goalie Martin Fous bissen sich die Hausherren die Zähne aus. 26 Sekunden vor Spielende zerstörte Mikahil Nemirovsky mit einem Treffer ins verwaiste Tor zum 3:1 alle EVR-Hoffnungen.
Nur noch einen Schritt vom Klassenerhalt entfernt ist Deggendorf Fire nach dem hart erkämpften 4:3-Sieg nach Verlängerung über die Blue Devils Weiden. Kamil Vavra sorgte in der 66. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends für die Entscheidung. Dabei kamen die Gäste besser ins Spiel führten schnell mit 2:0, doch Fire gelang noch vor der ersten Pause der 2:2-Ausgleich. Dann kassierte Deggendorfs Patrick Geiger eine Matchstrafe, die Weiden zur 3:2-Führung nutzte, doch erneut Manuel Wiederer sorgte für den Ausgleich, der bis in die Verlängerung Bestand hatte.