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Montag, 28. September 2015

Mike Iggulden im Interview „Etwas Glück war dabei, aber danach fragt am Ende keiner mehr"

Mike Iggulden hat gut lachen. Dank eines Treffers in der Schlusssekunde gewann Augsburg am Sonntag in Köln. Foto: City-Press

Neu-Panther Mike Iggulden nahm bei seiner Rückkehr ins Haifischbecken alle drei Punkte mit. 2:0 lagen die Kölner bereits durch Tore von Johannes Salmonsson (15.) und Shawn Lalonde (47:35) in Führung, ehe die Augsburger durch den Letten Arvids Rekis (51:41) und den kanadischen Neuzugang Jonathan Matsumoto ausgleichen konnten. Fünf Sekunden vor dem Abpfiff schnappte sich Daniel Weiß den Puck an der eigenen ,Blauen Linie' und fuhr ein Break. Mit seinem Schuss ließ er Daniar Dschnussow im Kölner Gehäuse keine Chance und der Sieg war perfekt. Die Hallenuhr stoppte 0,4 Sekunden vor der Schlusssirene. Nach dem Spiel stand Mike Iggulden für ein Interview zur Verfügung.

Mr. Iggulden, was hatten Sie sich gedacht, wird Sie bei Ihrer Rückkehr erwarten?
Mike Iggulden: "Zuerst, als ich hier ankam, war ich schon ein wenig irritiert, als ich in die andere Kabine musste - es war ein komisches Gefühl. Ich wusste, und das haben die Kölner dann auch gezeigt, dass sie ein gutes Team haben, dass sie mit viel Energie und Druck aus der Kabine kommen würden. Wir können nur von Glück reden, dass wir diese Phase unbeschadet überstanden haben und drei Punkte mit nach Augsburg nehmen konnten."

Sie lagen scheinbar schon abgeschlagen 0:2 hinten, kamen dann aber durch zwei glückliche Tore zum Ausgleich, um 0,4 Sekunden vor Schluss mit einem Break, ebenfalls nach einem Kölner Puckverlust, zu gewinnen. Wie haben Sie das auf dem Eis wahrgenommen?
Iggulden: "Ich denke, dass wir davor einige ganz gute Einschussmöglichkeiten hatten und dann fielen halt die Tore für uns. Ich gebe zu, etwas Glück war dabei, aber danach fragt am Ende keiner mehr. Die Haie hatten genug Chancen, aber Jeff (Torhüter Deslauriers, Anm. d. Autors) hielt, was zu halten war und der Rest ist schon gesagt."

Was war Ihrer Meinung nach der Knackpunkt im Spiel?
Iggulden: "Das war wohl unser Charakter - selbst als wir 0:2 zurücklagen, blieben wir positiv, haben nicht den Glauben an uns verloren. Sobald wir nämlich anfangen an uns zu zweifeln, haben wir das Spiel verloren. Wir haben hart gekämpft und wurden dann halt - vielleicht auch mit dem Glück des Tüchtigen - belohnt."

Wie ist das Leben in Augsburg?
Iggulden: "Bis jetzt passt alles, alles ist gut! Meine Familie und ich fühlen uns in Augsburg sehr wohl, die ganze Organisation der Panther ist toll, sehr freundlich, hilfsbereit und gut strukturiert. Meine neuen Mannschaftskameraden sind sehr nett, es herrscht ein toller Teamgeist in der Kabine. Wir haben keine richtigen Stars in Augsburg, bei uns ist die Mannschaft der Star."

Und Sie haben keinen Dom in Augsburg
Iggulden: "Richtig! Und wir haben nicht so eine tolle Arena. Aber ich komme ja wenigstens zweimal im Jahr hierhin. Aber bisher genieße ich alles in Augsburg"

Vermissen Sie denn das Eishockey in Köln und das Drumherum?
Iggulden: "Als es mit einer Vertragsverlängerung bei den Haien nicht geklappt hatte, war ich froh, dass ich noch in der DEL unterkam. Für die Kölner Organisation ist es im abgelaufenen Jahr nämlich nicht gut gelaufen und so musste ein Wechsel her. Es war eine schöne Zeit in Köln, die ich nie vergessen werde - auch wegen der Geburt unseres Kindes. Aber jetzt ist Augsburg unsere Heimat und dort ist es auch sehr schön."

Und wie sieht es mit dem Kölsch aus?
Iggulden: (lacht) "Ja, das Kölsch ist sicherlich ein gutes Bier - aber auch bei uns im Süden gibt es gute Biere. Generell gibt es in Deutschland gutes Bier."
Interview: Ivo Jaschick


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Notizen

  • gestern
  • Stürmer Julian Chrobot muss für die weitere dritte Phase der WM-Vorbereitung passen. Grund dafür ist eine Fingerverletzung, teilt der Deutsche Eishockey-Bund mit.
  • vor 2 Tagen
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  • vor 2 Tagen
  • Erstmals seit 1983 wird der 16-malige Titelträger Team Canada in diesem Jahr nicht am Spengler Cup in Davos teilnehmen. Die Gastgeber und der kanadische Verband konnten sich nicht rechtzeitig auf eine Vertragsverlängerung einigen, Ziel beider Parteien sei indes eine Rückkehr in der Zukunft.
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  • Der langjährige DEL-Spieler Matt Puempel, zuletzt im Dienst der Schwenninger Wild Wings, hat seinen ersten Job nach der Spielerlaufbahn ergriffen: Er wird Cheftrainer und General Manager des Juniorenteams Essex 73's in der Provincial Junior Hockey League.
  • vor 3 Tagen
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